Olympische Winterspiele, DEB

Dank dÀnischer Hilfe: DEB-Pleite gegen USA ohne Folgen

15.02.2026 - 23:37:26 | dpa.de

Trotz einer erneuten Niederlage gegen die US-Stars bleibt das DEB-Team bei Olympia im Medaillen-Rennen. DĂ€nemark macht’s möglich – jetzt wartet Außenseiter Frankreich.

  • Gegen Weltmeister USA kassierte Deutschland eine abschließende Vorrunden-Niederlage - Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa
    Gegen Weltmeister USA kassierte Deutschland eine abschließende Vorrunden-Niederlage - Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa
  • Grubauer-Vertreter Maximilian Franzreb konnte die Niederlage auch nicht verhindern - Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa
    Grubauer-Vertreter Maximilian Franzreb konnte die Niederlage auch nicht verhindern - Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa
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GlĂŒckliche Ausgangslage trotz erneuter Vorrundenpleite: Das 1:5 (0:1, 0:2, 1:2) gegen Weltmeister USA ist fĂŒr das deutsche Eishockey-Olympiateam folgenlos geblieben. Dank dĂ€nischer SchĂŒtzenhilfe wurde Deutschland hinter den US-NHL-Stars Gruppenzweiter und spielt am Dienstag in der Viertelfinal-Qualifikation gegen Außenseiter Frankreich. Damit hat auch das bittere 3:4 am Samstag gegen Lettland keine ernsthaften Folgen in Form eines stĂ€rkeren Gegners in der K.o.-Runde. 

Vor Tennis-Ikone Boris Becker unter den 11.497 Zuschauern in Mailand schoss Tim StĂŒtzle von den Ottawa Senators sein viertes Turniertor (52. Minute). Mehr war allerdings nicht drin. Zach Werenski (20.), Superstar Auston Matthews (24./47.), Brock Faber (38.) - allerdings irregulĂ€r - und Tage Thompson (42.) trafen fĂŒr den Mitfavoriten auf die Goldmedaille. 34 Stunden nach der unnötigen Pleite gegen die Letten wĂ€re zum Gruppensieg und der direkten Viertelfinal-Qualifikation ein Sieg nach regulĂ€rer Spielzeit gegen das von KapitĂ€n Leon Draisaitl als Â«Ăœbermannschaft» bezeichnete US-Team notwendig gewesen. 

Sieg gegen Frankreich nun Pflicht fĂŒr Viertelfinal-Einzug

In die Runde der letzten Acht sollte es die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nun dennoch schaffen. Gegen Frankreich am Dienstag ist ein Sieg Pflicht, um einen Tag spĂ€ter im Viertelfinale gegen die Slowakei spielen zu können. Auch diese Aufgabe wĂ€re fĂŒr die DEB-Auswahl durchaus machbar, so dass trotz der EnttĂ€uschungen am Wochenende am Ende sogar wie 1976 (Bronze) und 2018 (Silber) eine Medaille drin ist.

Die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis profitierte an Sonntagabend vom 4:2 DĂ€nemarks gegen Lettland. Wegen des gewonnenen direkten Vergleichs stand Deutschland nach 16 gegen die USA gespielten Minuten bereits mindestens als Gruppenzweiter fest.

Gegen die US-Boys war Deutschland zunĂ€chst noch gut im Spiel. Bundestrainer Kreis hatte zwei personelle Wechsel im Vergleich zum Spiel gegen Lettland vorgenommen und die Sturmreihen umgestellt. FĂŒr Wojciech Stachowiak von Syracuse Crunch aus der nordamerikanischen AHL kam der Kölner Parker Tuomie zu seinem ersten Olympia-Einsatz.

Zudem bekam NHL-Goalie Philipp Grubauer diesmal eine Pause. Maximilian Franzreb von den Adlern Mannheim war ein guter Vertreter und bewahrte Deutschland gegen die NHL-Stars der USA einige Male stark vor einem RĂŒckstand. Neun Sekunden vor der ersten Drittelpause war er aber bei einer Direkt-Abnahme von Columbus-Blue-Jackets-StĂŒrmer Werenski machtlos.

Draisaitl diesmal komplett wirkungslos

UnglĂŒcklich fiel schnell im Mittelabschnitt das zweite Gegentor. Der ohnehin bislang bei Olympia unglĂŒcklich agierende Berliner Verteidiger Kai Wissmann kassierte eine völlig unnötige Strafzeit, in der NHL-SuperstĂŒrmer Matthews von den Toronto Maple Leafs den Puck mit viel GlĂŒck an Franzreb vorbei bugsierte. Dass Kreis beim dritten Gegentreffer keinen Videobeweis forderte, blieb rĂ€tselhaft. Bei Fabers Schuss hatte US-Star Jack Eichel den SchlĂ€ger in Franzrebs Fanghand geschlagen. 

Neben Becker waren einen Tag nach ihrem Viertelfinal-Aus auch einige Frauen-Nationalspielerinnen in die Santagiulia-Eishalle gekommen, um die deutschen MĂ€nner zu unterstĂŒtzen. Die Luft war allerdings frĂŒh raus im Spiel. Im Schlussdrittel war Franzreb bei zwei weiteren GewaltschĂŒssen der US-Stars machtlos. Deutschlands eng gedeckter Superstar Draisaitl blieb diesmal zudem komplett wirkungslos. Deutlich stĂ€rker war erneut NHL-Star StĂŒtzle, dem auch noch der unbedeutende Ehrentreffer gelang.

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