Nach Krisenrunde: Infantino mit GeneralsekretÀr im Stadion
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 08:01 Uhr | dpa.deFIFA-PrĂ€sident Gianni Infantino hat nach der fĂŒr ihn gelungenen Notfallsitzung des Weltverbands in Marokko ein positives Fazit gezogen. Auf Instagram teilte der Schweizer FuĂball-FunktionĂ€r, der sich inmitten seiner schwersten Krise als Verbandsboss befindet, mit: «Nach einem Tag voller konstruktiver und positiver GesprĂ€che mit Mitgliedern der FIFA-GeschĂ€ftsleitung war es eine Freude, ein Spiel des Afrika Cups der Frauen zwischen Malawi und Sambia zu verfolgen.»
Brief von Infantino und Grafström
Im Al Medina Stadium von Rabat zeigte sich Infantino an der Seite seines GeneralsekretÀrs Mattias Grafström. Der Schwede hatte zuletzt angesichts des gescheiterten Plans zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren in einer internen Mail an FIFA-Mitarbeiter noch eine «traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen» sowie «Aufruhr» beklagt.
Grafström und die anwesenden Mitglieder des Management-Boards hĂ€tten Infantino «ihre uneingeschrĂ€nkte UnterstĂŒtzung» bekrĂ€ftigt, «als den einzigen AmtstrĂ€ger, der von den 211 FIFA-MitgliedsverbĂ€nden gewĂ€hlt wurde», hieĂ es in einer Mitteilung nach dem Treffen am spĂ€ten Abend.Â
In einem Brief, den Sky News in der Nacht zu Donnerstag in voller LĂ€nge veröffentlichte, wenden sich Infantino und Grafström demnach gemeinsam an die FIFA-Mitglieder.Â
Darin heiĂt es: «Nach der RĂŒcknahme des Projekts wird die FIFA keinerlei Angriffe auf ihre IntegritĂ€t, ihre gute UnternehmensfĂŒhrung und die Einhaltung ordnungsgemĂ€Ăer Verfahren mehr dulden und alle erforderlichen MaĂnahmen ergreifen, um ihren Namen und ihren Ruf zu schĂŒtzen und zu wahren.»
FIFA rÀumt Fehler bei InvestorenplÀnen ein
Zudem rĂ€umte die FIFA Fehler bei den InvestorenplĂ€nen ein. Es herrsche Einigkeit darĂŒber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, dem FIFA-Rat und den FIFA-MitgliedsverbĂ€nden «das GefĂŒhl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hĂ€tte gehandhabt werden sollen», hieĂ es in der Mitteilung weiter.
Infantino hatte zuletzt fĂŒr eine Welle der Empörung in der FuĂball-Welt gesorgt, als die PlĂ€ne bekannt wurden. Der FIFA-Chef lenkte zwar ein und verwarf die Idee - dennoch formiert sich vor allem in Europa heftiger Widerstand gegen ihn. Die aktuelle Krise könnte das Ende von Infantinos inzwischen zehnjĂ€hriger Amtszeit als FIFA-PrĂ€sident bedeuten.
