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WM-Aus der DFB-Frauen: MatthÀus zieht Parallelen zu MÀnnern

08.08.2023 - 07:10:57

Beim frĂŒhen Scheitern der DFB-Auswahl bei der Frauen-WM sieht Lothar MatthĂ€us Ă€hnliche Fehler wie zuvor bei den MĂ€nnern. Bei der Wahl des Quartiers rechnet er mit Änderungen.

Das erstmalige Aus der deutschen Fußballerinnen in der Vorrunde einer Weltmeisterschaft hat Lothar MatthĂ€us an die jĂŒngsten Auftritte der deutschen MĂ€nner erinnert.

«Ich sehe gewisse Parallelen zu den MĂ€nnern. Beide Nationalmannschaften sind auf Ă€hnliche Art und Weise aus dem Turnier geflogen», schrieb der Rekordnationalspieler in seiner jĂŒngsten Kolumne fĂŒr den TV-Sender Sky.

Das Ausscheiden der DFB-Frauen in Australien und Neuseeland durch das abschließende 1:1 gegen SĂŒdkorea sei verdient gewesen. Das Team habe genau wie zuletzt die MĂ€nner aus den Chancen nicht die nötigen Tore zum Sieg gemacht, zudem habe dann das Ergebnis im Parallelspiel nicht gestimmt. Womöglich habe man sich vom klaren 6:0-Auftaktsieg ĂŒber Marokko etwas blenden lassen, ergĂ€nzte MatthĂ€us.

Das Quartier sei Ă€hnlich weit weg vom Schuss gewesen wie die UnterkĂŒnfte der MĂ€nner 2018 in Russland und im vergangenen Herbst in Katar. «Ich denke, es wird bei den nĂ€chsten Turnieren nicht mehr so sein, dass man irgendwo abgeschottet in der PrĂ€rie ist. Auch bei einer WM willst du mal raus aus deinem Hotel», erklĂ€rte MatthĂ€us. Der 62-JĂ€hrige betonte: «Man muss nicht alle WĂŒnsche der Mannschaft erfĂŒllen, aber man will als Spieler nicht irgendwo sein, wo man wochenlang nur aufeinander herumhĂ€ngt.» Auch bei den Reiseplanungen sei viel falsch gelaufen

Zumindest habe die DFB-Auswahl daheim RĂŒckhalt gehabt und habe sich auf das Sportliche konzentrieren können. «FĂŒr die MĂ€nner war es schwieriger, weil sie schon vor, aber auch wĂ€hrend und nach der WM mit anderen Dingen konfrontiert waren», schrieb MatthĂ€us und erinnerte damit an die Diskussionen um WM-Gastgeber Katar.

@ dpa.de