Nationalteam, Frauen

DFB-PrĂ€sident: Keine Negativ-Stimmung fĂŒr Heim-EM

04.08.2023 - 07:11:18

Das WM-Aus der Frauen in Australien passt ins dĂŒstere Bild des deutschen Fußballs. Der DFB-PrĂ€sident sieht es etwas anders und glaubt an eine erfolgreiche Heim-EM im nĂ€chsten Jahr.

DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf fĂŒrchtet nach der nĂ€chsten großen Fußball-EnttĂ€uschung keine Negativ-Stimmung fĂŒr die Heim-EM im kommenden Jahr.

«Ich glaube, diese Vorfreude, die wird ganz sicher kommen», sagte Neuendorf im ZDF-«heute journal». Der 62-JÀhrige sagte aber auch: «Wir brauchen Erfolgserlebnisse, wir brauchen Siege. Aber grundsÀtzlich: Dass die Menschen sich freuen auf diese Europameisterschaft, das kann man an verschiedenen Dingen ablesen.»

Neuendorf verwies bei seiner Beurteilung auf die vielen Volunteers fĂŒr die Heim-EM der MĂ€nner im nĂ€chsten Jahr, den am 3. Oktober beginnenden Vorverkauf der Tickets und die Gruppenauslosung im Dezember fĂŒr das Turnier (14. Juni bis 14. Juli). «Ich bin ganz zuversichtlich, dass wir diese Euphorie schaffen, dass die kommt. Wichtig ist auch, dass wir auf dem Platz die entsprechende Leistung bringen und nicht nur danach gucken, was haben wir fĂŒr Ereignisse rund um diese EM die Freude auslösen können, sondern dass wir auch den sportlichen Erfolg brauchen, das ist unbestritten.»

Zu viel «schwarz-weiĂŸÂ»

In der Betrachtungsweise meinte Neuendorf, werde im deutschen Fußball zu viel «schwarz-weiĂŸÂ» gemalt. Der DFB-PrĂ€sident sagte «dass wir durchaus Erfolge hatten in der letzten Zeit». Der Fußball-FunktionĂ€r zĂ€hlte die U17-EM-Titel bei den Frauen und MĂ€nnern sowie die Vize-Europameisterschaft bei den U19-Frauen auf. «Wir haben im Nachwuchsbereich sicherlich auch Erfolge.»

Aber: «In der Tat ist es so, bei den A-Nationalmannschaften, in der U21 haben wir jetzt Misserfolge zu verzeichnen gehabt.» Nach den MĂ€nnern im letzten Jahr waren auch die Frauen in der WM-Vorrunde gescheitert. Die MĂ€nner von Bundestrainer Hansi Flick konnten auch nach dem WM-Desaster in Katar bislang nicht ĂŒberzeugen. «Wir sind mit Rudi Völler, was die A-Nationalmannschaft der MĂ€nner betrifft, sehr engagiert, das zu drehen», sagte Neuendorf. 

Die Fußball-Frauen mĂŒssen die WM-EnttĂ€uschung erst noch verarbeiten. Der DFB-PrĂ€sident hat Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bereits das Vertrauen ausgesprochen. «Wir haben den Vertrag mit ihr erst vor wenigen Monaten verlĂ€ngert nach dieser ĂŒberaus erfolgreichen Europameisterschaft im vergangenen Jahr und haben ihr das Vertrauen ausgesprochen, das sie nach wie vor auch genießt», sagte Neuendorf im ZDF-«heute journal».

@ dpa.de