Kuss-Skandal: Grindel nimmt Rummenigge in Schutz
30.08.2023 - 07:15:23Reinhard Grindel hat Karl-Heinz Rummenigge nach dessen umstrittenen ĂuĂerungen im Kuss-Skandal in Schutz genommen. «Bei Rummenigge muss man sehen: Der sitzt mit Rubiales im Uefa-Exekutivkomitee. Und der Rummenigge ist ein ganz loyaler Mann. Der ist anstĂ€ndig, durch und durch. Aber er mag nicht öffentlich den Eindruck erwecken, jemandem da was reinzudrĂŒcken», sagte der frĂŒhere DFB-PrĂ€sident der Deutschen Presse-Agentur.
Der spanische VerbandsprĂ€sident Luis Rubiales hatte nach dem gewonnenen WM-Finale die Spielerin Jennifer Hermoso ungefragt auf den Mund gekĂŒsst. Rummenigge hatte VerstĂ€ndnis fĂŒr Rubiales' Verhalten geĂ€uĂert.
Grindel: Ausdruck von LoyalitÀt
«Wenn man Weltmeister wird, ist man emotional. Und was er da gemacht hat, ist â sorry, mit Verlaub â absolut okay», hatte Rummenigge (67) gesagt. AuĂerdem sei im FuĂball EmotionalitĂ€t wichtig, man solle die «Kirche im Dorf lassen».
Der 61 Jahre alte Grindel, von 2016 bis 2019 PrĂ€sident des DFB, erklĂ€rte dazu: «Ich könnte mir vorstellen, dass er das heute anders formulieren wĂŒrde. Aber ich sehe diese ĂuĂerung mehr als ein Ausdruck von LoyalitĂ€t gegenĂŒber einem Kollegen, mit dem er zusammen an einem Tisch sitzt, als eine Verharmlosung der Sache selbst.»
Rubiales war nach dem Vorfall in Sydney am 20. August vom Weltverband FIFA vorlĂ€ufig suspendiert worden. Einen RĂŒcktritt lehnt er bislang ab. Erst am Montag hatte der spanische FuĂballverband RFEF den 46-JĂ€hrigen dazu aufgefordert.


