Freiburg, Eigentor

Freiburg verliert nach spÀtem Eigentor in Heidenheim

20.12.2023 - 22:33:36

Der SC Freiburg unterliegt zum Jahresabschluss auf der Ostalb. Lucas Höler trifft in einem wilden Landesduell doppelt, dann unterlÀuft seinem Freiburger Kollegen Matthias Ginter ein Missgeschick.

Durch ein Eigentor in der Nachspielzeit und trotz eines Doppelpacks von Lucas Höler hat der SC Freiburg zum Abschluss des Fußball-Jahres eine Niederlage kassiert. Die Badener mussten sich im Landesduell beim 1. FC Heidenheim mit 2:3 (1:0) geschlagen geben.

Matthias Ginter stolperte den Ball am Ende ĂŒber die eigene Linie (90.+2). Die Freiburger, die in der Bundesliga zuvor dreimal nacheinander gewonnen hatten, rutschten aus den Europapokal-PlĂ€tzen. Die anstehende Pause dĂŒrfte ihnen wegen ihrer Personalprobleme gelegen kommen.

Höler traf vor 15.000 Zuschauern auf der Ostalb erst in der 7. und dann in der 64. Minute per Foulelfmeter. FĂŒr Heidenheim erzielten Eren Dinkci (52.) und Kleindienst zweimal den Ausgleich. Durch Ginters Missgeschick krönte der Aufsteiger sein außergewöhnliches Jahr sogar noch mit einem weiteren Erfolgserlebnis und liegt nun komfortable zehn Punkte vor der Abstiegszone.

Der KapitÀn verlÀngert

Die Heidenheimer verkĂŒndeten wenige Minuten vor dem Anpfiff die VertragsverlĂ€ngerung ihres KapitĂ€ns Patrick Mainka bis 2027, mussten krankheitsbedingt aber auf Standard-Spezialist Jan-Niklas Beste verzichten. Den Mittelfeldspieler hĂ€tten die Gastgeber in der ersten Halbzeit gut gebrauchen können. Etwas gefĂ€hrlichere ruhende BĂ€lle wĂ€ren gegen die ĂŒber weite Strecken tief stehenden Freiburger womöglich ein probates Mittel gewesen. So hatte der FCH zwar oft die Kugel, offensiv aber zu wenig Durchschlagskraft.

Der SC, quasi mit dem letzten Aufgebot und nur fĂŒnf Feldspielern auf der Bank angereist, zog sich nach der frĂŒhen FĂŒhrung durch Höler erst mal zurĂŒck. Der StĂŒrmer hatte nach einem guten Zuspiel von Merlin Röhl von der rechten Seite flach ins linke Eck getroffen. Mitte der ersten Halbzeit flog den Freiburgern ein eigener Eckball beinahe um die Ohren, der FCH brachte den Konter aber nicht zu Ende gespielt. Auch bei Chancen durch Kleindienst (24.) und Dinkci (36.) agierten die Schwaben etwas zu umstĂ€ndlich.

FĂŒr Aufwand belohnt

Kurz nach der Pause belohnten sich die Heidenheimer aber fĂŒr ihren Aufwand. Kleindienst behielt gegen ausnahmsweise mal unsortierte GĂ€ste die Übersicht und legte quer, Dinkci verwandelte schön ins linke obere Eck. Die Trainer-Urgesteine Frank Schmidt aufseiten der Heidenheimer und Christian Streich aufseiten der Freiburger trieben ihre Spieler wild gestikulierend an - und die Partie nahm weiter Fahrt auf. Röhl scheiterte an FCH-Keeper Kevin MĂŒller (54.).

Als Ritsu Doan im Heidenheimer Strafraum einen Haken machte und im Duell mit FCH-Verteidiger Benedikt Gimber zu Boden ging, entschied Schiedsrichter Benjamin Brand auf Strafstoß - Höler verwandelte souverĂ€n. Doch der Underdog schlug in Person von Kleindienst aus kurzer Distanz noch mal zurĂŒck. In der Nachspielzeit wurde Verteidiger Ginter dann zur tragischen Figur der Freiburger.

@ dpa.de