DFB-Kader: Klopp reduziert Aufgebot von 44 auf 23 Spieler
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 12:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWSKlopp entscheidet über November-Aufgebot
- Jürgen Klopp beruft für die beiden Nations-League-Spiele zunächst 23 Fußballer.
- Die Partien finden am 13. November in Serbien und am 16. November gegen die Niederlande statt.
- Jamal Musiala und Serge Gnabry fehlen voraussichtlich verletzungsbedingt.
Jürgen Klopp reduziert DFB-Kader für Nations League
Jürgen Klopp verkleinert sein Aufgebot für die abschließenden Gruppenspiele der Nations League von 44 auf zunächst 23 Spieler. Die deutsche Nationalmannschaft tritt am 13. November in Serbien und am 16. November gegen die Niederlande an.
23 Plätze für zwei Spiele
Für die beiden Partien binnen vier Tagen plant Klopp mit einem Kader in Normalgröße. Nach dem ungewöhnlich großen Sichtungsaufgebot mit 44 Profis soll das Team höchstens um drei Ergänzungsspieler erweitert werden.
Das UEFA-Reglement erlaubt 23 Akteure im jeweiligen Spieltagskader. Klopp muss deshalb festlegen, auf welche Spieler er beim weiteren Neuaufbau der Nationalmannschaft setzt.
Füllkrug bleibt zentrale Personalie
Besonders im Fokus steht Niclas Füllkrug. Der 33 Jahre alte Stürmer von Werder Bremen empfiehlt sich mit Toren für eine Rückkehr, Klopp verwies in einem DAZN-Interview jedoch auf dessen Alter.
Jüngere Angreifer wie Younes Ebnoutalib könnten dadurch bessere Chancen erhalten. Der Frankfurter gehörte zu den zehn Debütanten des vergangenen Sichtungslehrgangs; auch Freiburgs Flügelspieler Derry Scherhant gilt wegen Klopps 4-3-3-System als Kandidat für eine erneute Einladung.
Verletzungen erschweren die Auswahl
Jamal Musiala dürfte nach seiner Muskelverletzung fehlen. Auch Serge Gnabry fällt erneut verletzt aus, während hinter Philipp Treu wegen einer Knöchelverletzung noch ein Fragezeichen steht.
Deniz Undav und Leroy Sané werden voraussichtlich nicht zum Aufgebot gehören. Für Nick Woltemade, der bei Juventus Turin bislang nicht überzeugt, könnte es ebenfalls eng werden.
Torwartentscheidung steht an
Offen ist zudem, wie Klopp die Torwartposition ordnet. Der Bundestrainer muss sich zwischen dem erfahrenen Marc-André ter Stegen und Bayerns Jonas Urbig entscheiden oder einen Zweikampf ausrufen.
Viertelfinale bleibt unsicher
Deutschland holte bislang einen Sieg gegen Serbien und einen Punkt in den Niederlanden. Dem stehen eine 0:1-Niederlage gegen Griechenland und ein torloses Remis im Rückspiel gegenüber.
Für den Einzug ins Viertelfinale könnten zwei Siege nötig sein. Im Wettbewerb mit Griechenland und den Niederlanden drohen bei einer ungünstigen Platzierung die Relegation oder der direkte Abstieg in die B-Liga; Rang vier würde zudem den Verlust eines Topfes bei der Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen bedeuten.
Die Verkleinerung des Aufgebots markiert den Übergang von Klopps breit angelegter Sichtung zu einer festeren Auswahl. Beim ersten Lehrgang hatte der Bundestrainer mit 44 Spielern zahlreiche Optionen geprüft; für zwei Nations-League-Partien innerhalb von vier Tagen begrenzt das UEFA-Format den Spieltagskader auf 23 Akteure.
Sportlich steht die deutsche Mannschaft vor einer komplizierten Ausgangslage. Gegen Serbien und die Niederlande geht es nicht nur um einzelne Ergebnisse, sondern um die Platzierung in der Gruppe und damit um Viertelfinale, Relegation oder direkten Abstieg. Die knappe Bilanz mit einem Sieg, einem Unentschieden und Niederlagen gegen Griechenland erhöht den Druck auf die letzten Gruppenspiele.
Personalentscheidungen mit Signalwirkung
Besonders aufmerksam verfolgt wird, ob Klopp Erfahrung oder Entwicklungspotenzial höher gewichtet. Füllkrugs Torserie spricht sportlich für den Bremer, zugleich verweist Klopps öffentliche Altersbemerkung auf seine langfristige Ausrichtung. Bei jungen Angreifern wie Ebnoutalib und Scherhant geht es dagegen um die Frage, ob sie bereits eine Rolle in einem stabileren 4-3-3 übernehmen können.
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch Verletzungen und Formfragen. Musiala und Gnabry fehlen voraussichtlich, bei Treu hängt die Nominierung von seiner Rückkehr ab. Auch im Tor muss Klopp zwischen der Erfahrung ter Stegens und Urbigs Perspektive entscheiden. Für die Leser ist der Kader deshalb ein früher Hinweis darauf, welche Spielergeneration den Neuaufbau prägen soll.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Stern: „Fußball-Bundesliga: Top-Torjäger Füllkrug als X-Faktor - Auch für Klopp?“ (01.11.2026)
Der Beitrag habe Füllkrugs Torserie und dessen mögliche Bedeutung für die bevorstehende Nominierung in den Mittelpunkt gestellt. Damit bestätige er das Personalthema der Meldung, setze den Schwerpunkt aber stärker auf die sportliche Argumentation für eine Rückkehr.
n-tv: „Worst-Case? Verband erwägt Rücktritt von Heim-WM“ (31.10.2026)
Der Bericht habe Füllkrugs Bewerbung für die Nationalmannschaft im Vorfeld der Kadernominierung aufgegriffen. Anders als die dpa-Meldung richte er den Blick stärker auf die mögliche Entwicklung rund um das Team und die sportpolitischen Folgen.
Beide Beiträge rückten Füllkrug als zentrale Personalie vor der Nominierung in den Vordergrund. Offen bleiben die endgültige Kadergröße, die Torwartentscheidung und Klopps Auswahl zwischen Erfahrung und jüngeren Spielern.
