Zwanziger, Infantino

Zwanziger: Infantino soll sich als Zirkusdirektor outen

15.04.2025 - 11:19:12 | dpa.de

Die Außendarstellung von Gianni Infantino missfĂ€llt dem ehemaligen DFB-PrĂ€sidenten Zwanziger massiv. Er wĂŒnscht sich mehr Ehrlichkeit.

  • Kritisiert die FIFA scharf: Theo Zwanziger. - Foto: Arne Dedert/dpa/POOL/dpa
    Kritisiert die FIFA scharf: Theo Zwanziger. - Foto: Arne Dedert/dpa/POOL/dpa
  • Infantino gilt als Mann der perfekten Inszenierung. - Foto: Chris Szagola/FR170982 AP/AP/dpa
    Infantino gilt als Mann der perfekten Inszenierung. - Foto: Chris Szagola/FR170982 AP/AP/dpa
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Der ehemalige DFB-PrĂ€sident Theo Zwanziger hat den Weltverband FIFA und dessen PrĂ€sidenten Gianni Infantino scharf kritisiert. «Wenn sie mit dem Fußball Geld machen wollen, wĂ€re mein Wunsch, dass sie einfach diese ethischen MĂ€ntelchen, die sie sich immer umhĂ€ngen, einfach mal lassen. Sie sollen einfach sagen, wir machen Fußball und das ist heute ein großes GeschĂ€ft», sagte Zwanziger im Podcast «Calcio d'Oro».

Es wĂ€re eine ehrliche Haltung, wenn man sich einfach eingestehe, dass man im Wesentlichen «Unterhaltung und Zirkus» sei, fĂŒgte der 79-JĂ€hrige an. Zwanziger war zwischen 2004 und 2012 PrĂ€sident des Deutschen Fußball-Bundes. 

Zwanziger: Infantino ist kein Vorbild

Vor allem die Rolle von Verbandsboss Infantino sieht Zwanziger kritisch. «So zu tun, als sei man eigentlich der Weltverbesserer, ist falsch. Infantino ist kein Vorbild fĂŒr den Fußball. Wenn er dort herumspringt, soll er sich lieber als Zirkusdirektor outen», sagte Zwanziger, der zudem die MachtfĂŒlle des Schweizers im Fußball-Kosmos beklagt. Die FIFA sei eine Geldmaschine. Es mucke leider niemand auf, sagte Zwanziger.

Infantino entscheide, wo es mit dem Weltfußball hingeht. «Er hat es in der Hand, irgendwo wieder ein Turnier zu schaffen, bei dem sie alle viel Geld verdienen. Wenn die FunktionĂ€re dort hinfahren dĂŒrfen und die Millionen mitnehmen, sind sie auch ruhig und sagen nichts mehr», monierte Zwanziger. 

Dies sei die Methode, «mit der man korrupte Organisationen in einem Sport wie den Fußball hochhalten kann». Die WM 2026 ist schon vor einigen Jahren an die USA, Mexiko und Kanada vergeben worden. 2030 wird nach Eröffnungsspielen in SĂŒdamerika hauptsĂ€chlich in Spanien, Portugal und Marokko gespielt. FĂŒr 2034 hat Saudi-Arabien den Zuschlag erhalten. In diesem Sommer findet erstmals die Club-WM mit 32 Vereinen statt.

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