Olympia weiter möglich: DFB-Elf ĂŒberzeugt gegen DĂ€nemark
01.12.2023 - 22:52:18Die Erleichterung bei Fans und Spielerinnen war nicht nur zu spĂŒren, sie war auch zu hören und zu sehen. Nach dem fĂŒr das Olympia-Ticket dringend benötigten 3:0 (2:0)-Sieg der deutschen FuĂballerinnen am Freitagabend gegen DĂ€nemark war in Rostock nur noch Partylaune angesagt.
«Heute war es ein rundum gelungener Tag, da sind wir alle erst mal glĂŒcklich», sagte Nationalspielerin Svenja Huth im ZDF.
Nach dem verdienten Sieg im Nations-League-Spiel hat die Auswahl von Interimsbundestrainer Horst Hrubesch die Chance auf den Gruppensieg vor dem letzten Spiel am Dienstag in Wales wieder selbst in der Hand. KapitĂ€nin Alexandra Popp (14. Minute), Marina Hegering (26.) und Klara BĂŒhl (90.+3) trafen vor 19 180 Fans im ausverkauften Ostseestadion. Hrubesch wollte aber noch nicht ĂŒber die deutlich gestiegenen Olympia-Chancen sprechen: «Jetzt machen wir erstmal unsere Hausaufgaben.»
DFB-Team kann in Wales alles klar machen
Nach dem 0:2 im Hinspiel geht der direkte Vergleich gegen die DĂ€ninnen nun an die deutsche Elf. WĂ€hrend die DFB-Auswahl in Wales antritt und mit einem Sieg alles klarmachen kann, empfangen die DĂ€ninnen zur gleichen Zeit Island. Nur als Erster qualifiziert sich die DFB-Elf fĂŒr das Vierer-Finalturnier der Nations League Ende Februar, bei dem die beiden europĂ€ischen Olympia-PlĂ€tze vergeben werden.
Schon zur Pause gab es lauten Applaus von den RĂ€ngen. 2:0 stand es nach 45 Minuten fĂŒr das spielstarke Heimteam, womit exakt jenes Ergebnis erreicht war, das sich die Deutschen vorab erhofft hatten. Die deutsche Elf war fleiĂig, kombinierte teils stark und rang um viele Lösungen im Offensivspiel. Am Ende mit Erfolg.
Gegen DĂ€nemark fiel die Abwesenheit der defensiven Mittelfeldkraft Lena Oberdorf vom VfL Wolfsburg sowie der Bayern-StĂŒrmerin Lea SchĂŒller â beide hatten verletzungsbedingt absagen mĂŒssen â kaum auf. Sowieso hatte Hrubesch sechs Spielerinnen im Vergleich zum jĂŒngsten 2:0 auf Island in die Startelf beordert, darunter auch KapitĂ€nin Popp und Sjoeke NĂŒsken vom FC Chelsea. WĂ€hrend die wiedergenesene Popp ihre KopfballstĂ€rke nach einer Flanke der Linksverteidigerin Sarai Linder frĂŒh unter Beweis stellte, verteilte NĂŒsken in der Folge immer wieder klug die BĂ€lle aus dem zentralen Mittelfeld heraus.
Oft versuchten es die Deutschen auch ĂŒber die AuĂenbahnen, wo Linder und Rechtsverteidigerin Giulia Gwinn fleiĂig mit anschoben. Das 2:0 resultierte aber aus einer Ecke heraus, die Klara BĂŒhl scharf vors Tor brachte und in Hegering die perfekte Abnehmerin fand. Dass die 33 Jahre alte Hegering kurz darauf die Gelbe Karte sah, war indes ein Ărgernis â sie fehlt nun in Wales.
DĂ€ninnen harmlos
Von den DĂ€ninnen kam insgesamt wenig, trotz der vielen TrommelschlĂ€ge, die der «Fanklubben Blok G» abgab. Sanne Troelsgaard und Amalie Vangsgaard, die Doppel-TorschĂŒtzin des Hinspiels, hatten noch die besten Chancen, zweimal parierte Merle Frohms, die nach ihrer GehirnerschĂŒtterung wieder das deutsche Tor hĂŒtete.Â
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das DFB-Team, bei dem die Leverkusenerin Elisa SenĂ zu ihrem DebĂŒt kam, griffiger. Lohmann schoss wuchtig aufs Tor, verpasste das 3:0 aber ebenso wie Popp, die am Pfosten scheiterte. So blieb es unnötigerweise spannend, auch wenn die GĂ€ste recht harmlos wirkten. Das Fehlen der Bayern-Regisseurin Pernille Harder bekam das Team von Trainer AndrĂ©e Jeglertz nicht kompensiert.
Die deutschen Fans schickten zwischenzeitlich eine Laola nach der nĂ€chsten durchs Stadion. Die Stimmung passte zu einem Spiel, in dem auch sonst vieles stimmte bei der Hrubesch-Elf. Den perfekten Schlusspunkt setzte BĂŒhl in der Nachspielzeit.


