WM-Qualifikation, Ungarn

Frankreich fÀhrt dank Mbappé zur WM - Ronaldo sieht Rot

13.11.2025 - 23:23:51

Die Franzosen sichern sich genau zehn Jahre nach den TerroranschlĂ€gen von Paris das WM-Ticket. Portugal muss nach einer Pleite gegen Irland zittern, schlechte Nachrichten gibt es auch fĂŒr Italien.

  • Alexander Sörloth brach Norwegens Bann in der zweiten HĂ€lfte. - Foto: Fredrik Varfjell/NTB/dpa

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  • Kylian MbappĂ© ließ die Franzosen in Paris jubeln. - Foto: Christophe Ena/AP/dpa

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  • Cristiano Ronaldo (r) musste wegen seiner Roten Karte vom Platz - und die KapitĂ€nsbinde abgeben. - Foto: Niall Carson/PA Wire/dpa

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  • Troy Parrott (l) erzielte beide Tore fĂŒr Irland. - Foto: Liam Mcburney/PA Wire/dpa

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Alexander Sörloth brach Norwegens Bann in der zweiten HĂ€lfte. - Foto: Fredrik Varfjell/NTB/dpaKylian MbappĂ© ließ die Franzosen in Paris jubeln. - Foto: Christophe Ena/AP/dpaCristiano Ronaldo (r) musste wegen seiner Roten Karte vom Platz - und die KapitĂ€nsbinde abgeben. - Foto: Niall Carson/PA Wire/dpaTroy Parrott (l) erzielte beide Tore fĂŒr Irland. - Foto: Liam Mcburney/PA Wire/dpa

Die französische Nationalmannschaft fĂ€hrt nach einem Heimsieg ĂŒber die Ukraine zur Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Frankreich sicherte sich in Gruppe D mit dem 4:0 (0:0) in Paris das direkte WM-Ticket und feierte genau zehn Jahre nach den furchtbaren AnschlĂ€gen in der Hauptstadt ein Fußballfest. Einen DĂ€mpfer musste Portugal in der Gruppe F hinnehmen. Durch das 0:2 (0:2) in Irland verspielten die Iberer die vorzeitige Qualifikation. KapitĂ€n Cristiano Ronaldo sah zudem die Rote Karte wegen einer TĂ€tlichkeit.

WM-Auftakt ohne Ronaldo möglich

Der 40 Jahre alte Offensivstar ließ sich in der 61. Minute zu einem Ellbogenschlag gegen Irlands Dara O'Shea hinreißen. Nachdem Ronaldo zunĂ€chst mit der Gelben Karte davongekommen war, gab Schiedsrichter Glenn Nyberg aus Schweden mithilfe des Videobeweises doch Rot. Besonders bitter: Geht es fĂŒr Portugal direkt zur WM, wĂŒrde Ronaldo – je nach LĂ€nge der Sperre – den WM-Auftakt wohl verpassen.

Troy Parrott (17. und 45. Minute) erzielte beide Tore fĂŒr die Iren, denen am letzten Spieltag ein Endspiel in Ungarn bevorsteht. Ein Sieg ist Pflicht, um zumindest den fĂŒr die Playoff-Teilnahme benötigten 2. Platz zu erobern. FĂŒr Portugal ist der WM-Weg trotz der Niederlage weiterhin nicht allzu steinig: Ein Heimsieg im letzten Gruppenspiel am Sonntag gegen Armenien genĂŒgt, um den Spitzenplatz aus eigener Kraft zu behaupten.

Gedenken an die Opfer in Paris und der Ukraine

Im Pariser Parc des Princes ließ KapitĂ€n Kylian MbappĂ© die Gastgeber mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 55. Minute jubeln und legte nach dem 2:0 durch Bayern MĂŒnchens Michael Olise (76.) einen zweiten Treffer nach (83.). Den Endstand stellte in der 88. Minute Hugo EkitikĂ© nach MbappĂ©-Vorlage her. Vor dem letzten Spieltag ist Frankreich nicht mehr von Platz 1 der Gruppe zu verdrĂ€ngen. Die Ukraine kann am Sonntag in Warschau zum Gruppenfinale zumindest noch das Playoff-Ticket mit einem Sieg gegen Island lösen.

Nach einer Gedenkminute fĂŒr die Opfer des fĂŒrchterlichen Anschlags vor zehn Jahren sowie die zahlreichen Opfer durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hatten beide Mannschaften zunĂ€chst MĂŒhe, spielerische Akzente zu setzen. Erst nach der Pause fielen die Tore fĂŒr die spielfreudigen Franzosen.

England wahrt weiße Weste

Neben Frankreich sicher fĂŒr die Endrunde in Mexiko, Kanada und den USA qualifiziert ist bereits seit lĂ€ngerem England, das mit einem 2:0 (1:0) gegen Serbien seine weiße Weste wahrte und auch sein siebtes Spiel in der Gruppe K ohne Gegentor gewann. Die Arsenal-Stars Bukayo Saka (28.) und Eberechi Eze (90.) ließen die «Three Lions» im Wembley-Stadion jubeln.

Ihre theoretische Chance auf das direkte Ticket wahrten auch die Italiener mit einem 2:0 (0:0) in der Republik Moldau. Die Erlösung fĂŒr den Favoriten brachten allerdings erst die spĂ€ten Tore von Gianluca Mancini (88.) und Francesco Esposito (90.+2). Realistisch geht es fĂŒr Italien am letzten Spieltag gegen die ungeschlagenen Norweger aber lediglich um einen guten Abschluss - 3 Punkte und 17 Tore aufzuholen, dĂŒrfte selbst bei einem perfekten Tag im MailĂ€nder San Siro unmöglich sein.

Norwegen dank Sörloth und Haaland fast sicher durch

AngefĂŒhrt von den Doppelpackern Erling Haaland und Alexander Sörloth feierten die Norweger zuvor ein 4:1 (0:0) ĂŒber Estland und stehen damit dicht vor dem direkten Ticket fĂŒr die WM im kommenden Jahr. Der frĂŒhere Leipziger Sörloth (50. und 52. Minute) sowie Ex-BVB-Star Haaland (56. und 62.) sorgten mit ihren Toren fĂŒr klare VerhĂ€ltnisse. Robi Saarma (65.) verkĂŒrzte fĂŒr den Außenseiter, der bis zur Pause stark dagegengehalten hatte.

In der Gruppe F sicherte sich Ungarn mit einem 1:0 in Armenien die Chance, am letzten Spieltag gegen Irland noch das Playoff-Ticket zu ergattern. Auch Island steht nach einem 2:0 in Aserbaidschan in Gruppe D auf Rang zwei in einer guten Ausgangsposition. Sicher in den Playoffs steht Albanien nach einem 1:0 in Andorra. Die Albaner sind das klar zweitbeste Team hinter England.

@ dpa.de