Nike-Deal, Neuendorf

Nike-Deal: Neuendorf steht fĂŒr GesprĂ€ch mit Habeck bereit

23.03.2024 - 21:10:43

Die Kritik aus der Politik hat DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf laut eigener Aussage fassungslos gemacht. Einem Minister wĂŒrde er den Nike-Deal erlĂ€utern, wenn dieser denn möchte.

DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf steht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nach dessen kritischen Äußerungen zum Nike-Deal des Deutschen Fußball-Bundes «gerne zur VerfĂŒgung» fĂŒr ein HintergrundgesprĂ€ch.

Die Aussagen aus der Politik nach der AnkĂŒndigung des AusrĂŒsterwechsels von Adidas zu dem US-Sportartikelgiganten hĂ€tten ihn «ein StĂŒck weit fassungslos» gemacht, sagte Neuendorf am Samstagabend im ZDF-Interview und nannte explizit Habecks Aussagen als Beispiel.

«Auch gerade von ihm» seien die Äußerungen eigenartig gewesen, sagte der frĂŒhere Landespolitiker Neuendorf. «Hier geht es um Wettbewerb, hier geht es um Marktwirtschaft.» Der DFB werde sich nicht dafĂŒr entschuldigen, das bessere Angebot angenommen zu haben. «Es geht darum, dass wir den Verband nicht schĂ€digen, und das hĂ€tten wir mit Sicherheit getan, wenn wir auf dieses Angebot nicht eingegangen wĂ€ren.»

Der DFB hatte am Donnerstag zweieinhalb Monate vor Beginn der Heim-EM ĂŒberraschend bekannt gegeben, den Vertrag mit Dauerpartner Adidas Ende 2026 nach mehr als 70 Jahren auslaufen zu lassen. Von 2027 an bis Ende 2034 wird Nike den DFB ausstatten. Zahlreiche Politiker kritisierten dies, GrĂŒnen-Politiker Habeck sagte, er hĂ€tte sich «ein StĂŒck mehr Standortpatriotismus gewĂŒnscht». 

Einem Bericht des «Handelsblatts» unter Berufung auf Branchenkreise zufolge soll sich Nike das Engagement beim DFB mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr kosten lassen. Adidas soll bislang 50 Millionen Euro jĂ€hrlich an den Verband gezahlt haben. Die Kritik aus der Politik sei «ohne Kenntnisse» von Fakten und HintergrĂŒnden geĂ€ußert worden, sagte Neuendorf. Das Angebot von Nike habe «weit ĂŒber» denen der Konkurrenten gelegen.

@ dpa.de