DFB, GeschĂ€ftsfĂŒhrung

Völler will Kooperation mit DFB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Rettig

18.09.2023 - 12:14:41

Die Personalie Andreas Rettig sorgt beim DFB weiter fĂŒr Diskussionen. Rudi Völler und Hans-Joachim Watzke setzen auf ein konstruktives Miteinander. Konflikte aus der Vergangenheit mĂŒssen ruhen.

Rudi Völler will trotz einstmals unterschiedlicher Ansichten konstruktiv mit dem neuen DFB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Andreas Rettig zusammenarbeiten und erwartet diese Einstellung auch von seinem neuen Vorgesetzten.

«In der Vergangenheit hatten Andreas Rettig und ich mit Blick auf elementare Fragestellungen des Fußballs durchaus die eine oder andere Meinungsverschiedenheit. In verantwortlicher Funktion beim DFB gilt es aber, persönliche Überzeugungen an RealitĂ€ten anzupassen und sie dem Nutzen des gesamten deutschen Fußballs unterzuordnen. In diesem Sinne werden wir gut zusammenarbeiten», sagte Völler im Zuge der Vorstellung Rettigs beim Deutschen Fußball-Bund. 

DFL-Chef Hans-Joachim Watzke berichtete von einem persönlichen GesprĂ€ch mit Rettig vor dessen Ernennung, um mögliche Differenzen auszurĂ€umen. Danach habe er DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf seine Zustimmung in der Personalie signalisiert. In der Vergangenheit habe man «sehr kontrĂ€re Ansichten» in manchen Themenbereichen gehabt, sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Borussia Dortmund und Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga zu seinem VerhĂ€ltnis zu Rettig. 

Am Freitag hatte der DFB ĂŒberraschend den 60 Jahre alten Rettig zum Nachfolger von Oliver Bierhoff als GeschĂ€ftsfĂŒhrer Sport ernannt. In dieser Funktion ist er formal auch Vorgesetzter von Völler, der nach dem WM-Scheitern in Katar aus dem großen Aufgabenportfolio von Bierhoff die Rolle des Sportdirektors fĂŒr die A-Nationalmannschaft ĂŒbernommen hatte.

Rummenigge und Mintzlaff treten aus Task Force zurĂŒck

Rettigs Berufung löste kontroverse Reaktionen aus. Die FĂŒhrungskrĂ€fte von Bayern MĂŒnchen und RB Leipzig, Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Mintzlaff, traten als Mitglieder der DFB-Task-Force zurĂŒck. Völler setzt auf eine integrative Rolle Rettigs, der in vielen Fußball-Fragen kontrĂ€r zu anderen Top-FunktionĂ€ren argumentiert hatte. 

«Ich kenne Andreas Rettig seit vielen Jahren und weiß, dass er die mit seinem neuen Amt verbundenen Aufgaben beim DFB hochmotiviert angehen wird. Seine kĂŒnftige TĂ€tigkeit in der administrativen Verantwortung fĂŒr den sportlichen Bereich und im Sinne der notwendigen organisatorischen Straffung des Verbandes benötigt die UnterstĂŒtzung aller im DFB. Auch meine als Verantwortlicher der A-Nationalmannschaft der MĂ€nner und der U21 - natĂŒrlich stets im Einklang mit unseren sportlichen Zielsetzungen, die immer an erster Stelle stehen mĂŒssen», sagte Völler. Rettig werde «im Rahmen seines Aufgabenbereichs» die Bedingungen fĂŒr alle Nationalmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes verbessern.

@ dpa.de