Wildes 3:1 im Aufsteiger-Duell: Heidenheim schlÀgt Darmstadt
09.12.2023 - 17:39:14Die eindrucksvolle StĂ€rke nach ruhenden BĂ€llen hat dem 1. FC Heidenheim einen wichtigen Sieg auf dem Weg zum anvisierten Klassenerhalt in der FuĂball-Bundesliga beschert.
Beim 3:2 (1:0)-Erfolg gegen den SV Darmstadt 98 fielen alle FCH-Treffer nach von Jan-Niklas Beste getretenen Standardsituationen. Durch den vierten Sieg in dieser Spielzeit baut das Team von Trainer Frank Schmidt den Vorsprung auf die Lilien auf fĂŒnf ZĂ€hler aus.
In einem umkÀmpften Duell der beiden Aufsteiger jubelte der heimstarke FCH, der 13 seiner 14 Punkte daheim holte, nach Treffern von Jan Schöppner (42. Minute) und KapitÀn Patrick Mainka (69./71.). Zwischenzeitlich hatte Darmstadt die Partie gedreht. ZunÀchst glich Tim Skarke an alter WirkungsstÀtte aus (52.), dann profitierten die GÀste von einem Eigentor von Lennard Maloney (60.).
Heidenheim immer wieder schlampig
Hinter dem US-Nationalspieler stand vor dem Anpfiff wegen einer Sprunggelenksverletzung noch ein Fragezeichen. Doch Schmidt stellte den 24 Jahre alten Mittelfeldmotor auf. ZunĂ€chst rannten Maloney und seine Mitspieler dem Ball aber erst einmal nur hinterher. Oscar Vilhelmsson drang unter BedrĂ€ngnis in den Strafraum ein, FCH-TorhĂŒter Kevin MĂŒller riss aber gerade noch rechtzeitig die Faust hoch (10.).
FCH-Coach Schmidt und Darmstadts Torsten Lieberknecht spielten gemeinsam in der deutschen U20-Nationalmannschaft und sind seither gut befreundet. Auf dem Feld ging es indes weniger freundschaftlich zu. Heidenheims TorjÀger Tim Kleindienst geriet mit Klaus Gjasula aneinander, Schiedsrichter Daniel Schlager belieà es nach dem Wortgefecht bei einer Ermahnung.
Immer wieder leisteten sich die Heidenheimer sowohl in der Defensive als auch in der VorwĂ€rtsbewegung MissverstĂ€ndnisse. So entschied sich Schöppner fĂŒr einen Pass, statt selbst abzuschlieĂen, und wenig spĂ€ter spielte TorhĂŒter MĂŒller einen Ball direkt in die FĂŒĂe von Vilhelmsson. Der Schwede fand jedoch keinen Mitspieler.
KapitÀn Mainka als Matchwinner
Die auf fĂŒnf Positionen verĂ€nderten GĂ€ste hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, gewannen mehr ZweikĂ€mpfe und gaben mehr SchĂŒsse ab. Dennoch jubelte kurz vor der Pause die Mehrheit der 15.000 Zuschauer in der ausverkauften Voith-Arena. Bestes sechste Torvorlage veredelte Schöppner.
«Unsere Spiele sind immer eng», hatte Lieberknecht der Verlauf der Partie prophezeit. Der Coach der Hessen sollte mit seiner Annahme richtig liegen, denn es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zumal seine Mannschaft nach Wiederbeginn gut reinfand. ZunĂ€chst traf Skarke, dann bugsierte Maloney den Ball unglĂŒcklich ins eigene Tor.
Der Pechvogel wurde wenig spĂ€ter ausgewechselt und durfte sich dann bei Beste und Mainka bedanken, dass sein Missgeschick folgenlos blieb. Denn nach zwei weiteren Beste-EckbĂ€llen traf der aufgerĂŒckte Innenverteidiger innerhalb von zwei Minuten. Dank dieses Doppelschlags blieben die Heidenheimer zum ersten Mal in ihrer noch jungen Bundesliga-Historie in drei Heimspielen nacheinander ohne Niederlage.


