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Fan-Organisationen rufen zu Sturz von Infantino auf

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 12:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Fußball-AnhĂ€nger in vielen LĂ€ndern haben sich zusammen getan, um gegen die Machenschaften beim Fußball-Weltverband zu protestieren. Warum sie eine Reform fordern.

Wird jetzt auch von Fan-Vereinigungen massiv angegangen: Gianni Infantino. (Archivbild)  - Bild: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa
Wird jetzt auch von Fan-Vereinigungen massiv angegangen: Gianni Infantino. (Archivbild) - Bild: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa

Fan-Organisationen haben eine weltweite Petition gestartet, mit der sie den RĂŒcktritt von Gianni Infantino und eine Reform des Fußball-Weltverbandes fordern. «Der beschĂ€mende Versuch einer einzelnen Person – des FIFA-PrĂ€sidenten selbst –, die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, hat einen Verrat offenbart, den der Fußball niemals vergessen wird», heißt es in einer von Football Supporters Europe (FSE) verbreiteten ErklĂ€rung. 

Drei deutsche Fan-Organisationen dabei

Dem Aufruf haben sich demnach die kontinentalen Fan-Organisationen von Europa, Afrika und Nordamerika sowie insgesamt fast 40 nationale Vereinigungen angeschlossen. Darunter sind auch «Unsere Kurve», «F_in Frauen im Fußball» und «Queer Football Fanclubs» aus Deutschland. Die Fan-Organisationen vertreten nach eigenen Angaben Hunderte Millionen Menschen auf allen Kontinenten. 

Der 56 Jahre alte Schweizer Infantino steht unter großem Druck. Besonders seine publik gewordenen und mittlerweile zurĂŒckgenommenen PlĂ€ne ĂŒber die Einbindung von Investoren fĂŒr zukĂŒnftige WM-GeschĂ€fte haben fĂŒr massive EntrĂŒstung in der Fußball-Welt gesorgt. Vor allem die EuropĂ€ische Fußball-Union UEFA ist auf Konfrontationskurs gegangen.

Der Fußball habe Infantino bei diesen PlĂ€nen zwar gestoppt, heißt es in der ErklĂ€rung der Fans. Doch das Projekt sei nur der Höhepunkt einer Reihe von Angriffen, die der FIFA-PrĂ€sident gegen den Fußball angezettelt habe. 

Fans: «Kultur der persönlichen Macht»

«Von seiner heimlichen Beteiligung an der europĂ€ischen Superliga bis hin zum gescheiterten Projekt eines zweijĂ€hrigen WM-Zyklus, von der erpresserischen Ticketpolitik bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bis hin zur Kultur der EinschĂŒchterung und der persönlichen Macht, die er im internationalen Fußball etabliert hat», so die VorwĂŒrfe. «Gianni Infantino hat sein Amt und den Fußball insgesamt verraten.»

Es sei an der Zeit, dass das Vertrauen in genau jene Institution wiederhergestellt werde, «die den Weltfußball eigentlich schĂŒtzen und fördern soll.» Gefordert werden unter anderem volle Transparenz bei wichtigen Entscheidungen, robuste Kontrollmechanismen, Konsultation von VerbĂ€nden, MitgliedsverbĂ€nden, Ligen, Vereinen, Spielern und Fans.

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