Heidenheim, Geburtstagsparty

Heidenheim crasht Bremer Geburtstagsparty

Veröffentlicht am: 10.02.2024 um 17:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Werder Bremen feiert seinen Geburtstag nach und Heidenheim einen Sieg in der Fremde. Trotz toller UnterstĂŒtzung von den RĂ€ngen scheitern die Werder-Profis an starken GĂ€sten.

Jan Schöppner brachte Heidenheim in Bremen zurĂŒck ins Spiel. - Bild: Carmen Jaspersen/dpa
Jan Schöppner brachte Heidenheim in Bremen zurĂŒck ins Spiel. - Bild: Carmen Jaspersen/dpa

Der 1. FC Heidenheim hat die nachtrĂ€gliche Geburtstagsparty des SV Werder Bremen gecrasht. Sechs Tage nach dem 125. JubilĂ€um des hanseatischen Traditionsvereins sorgte der Bundesliga-Aufsteiger mit dem 2:1 (2:1) im Weserstadion fĂŒr einen StimmungsdĂ€mpfer. Vor 41.000 Zuschauern und zahlreichen Fußball-Legenden in der Werder-Geschichte trafen Lennard Maloney (12. Minute) und Jan-Niklas Beste (18.) fĂŒr die starken Heidenheimer. Romano Schmid (19.) hielt mit seinem Anschlusstor die Partylaune noch einigermaßen aufrecht. Heidenheim klettert durch den Sieg vorerst auf den achten Tabellenrang.

Bereits vor Anpfiff war im Stadion reichlich Unterhaltung geboten. Der Club feierte mit den Fans den besonderen Geburtstag nach – GrĂŒndungsdatum ist der 4. Februar 1899. Zahlreiche Werder-Legenden wie Ailton, Diego und Max Lorenz waren als GĂ€ste geladen, die Fans zeigten eine riesige Choreografie vor dem Anpfiff. Dazu zogen die Zuschauer – mit Ausnahme des GĂ€steblocks – grĂŒne und weiße Plastik-Ponchos an und prĂ€sentierten diverse Banner. Ein Banner zeigte dabei die grĂ¶ĂŸten Erfolge der Vereinsgeschichte. Trotz aller Feierlichkeiten protestierten die Fans beider Lager in der zweiten Halbzeit mit Bannern und GesĂ€ngen gegen die Investoren-Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL). 

Mit lautstarker UnterstĂŒtzung und zuletzt drei Siegen in Serie starteten die Werder-Profis mutig ins Spiel. Marvin Ducksch spielte einen Steilpass auf Jens Stage (4.), der Heidenheims Keeper Kevin MĂŒller umkurvte und aus spitzem Winkel lediglich den linken Pfosten des leeren Tores traf. 

Heidenheim legt vor, Bremen rennt an

Anschließend fand Heidenheim ins Spiel. Einen Eckball des ehemaligen Bremers Beste verwandelte Maloney per Kopfball zur FĂŒhrung. Kurz darauf enteilte die Bremer Leihgabe Eren Dinkci auf dem linken FlĂŒgel seinen Verfolgern. Werders Torwart Michael Zetterer konnte Dinkcis Schuss nicht sicher parieren, Beste staubte in der Mitte zum 0:2 ab. 

Wer eine frĂŒh zerstörte Geburtstagsparty erwartet hatte, lag falsch. Werder antwortete postwendend. Senne Lynen spielte eine hohe Flanke auf den zweiten Pfosten, wo der lediglich 1,68 Meter große Romano Schmid einlief und zum Anschlusstreffer einköpfte.

In der Folge entwickelte sich eine offene Partie, die begleitet von lautstarken Bremer FangesĂ€ngen immer wieder offensive Highlights bot. Heidenheim ĂŒberzeugte mit Tempo und Physis, Werder versuchte mit langen BĂ€llen vor das GĂ€stetor zu kommen. Heidenheims Tim Kleindienst (38.) setzte einen Kopfball nach Ecke knapp am Tor vorbei, Bremens Ducksch (51.) konnte nach dem Seitenwechsel einen Ball in aussichtsreicher Position nicht kontrollieren. Bremen wurde in der Schlussphase druckvoller. 

Der eingewechselte Rafael BorrĂ© (77., 80.) scheiterte erst am Pfosten und kurz darauf an der dicht stehenden Heidenheimer Defensive. Ducksch (86.) konnte mit einem wuchtigen Schuss Keeper MĂŒller nicht ĂŒberwinden. Der eingewechselte Dawid Kownacki (90.+1) traf per Kopfball den linken Pfosten.

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