Fassungslos, Hertha-PrÀsident

«Fassungslos»: Hertha-PrÀsident Bernstein gestorben

16.01.2024 - 13:38:56 | dpa.de

Hertha BSC trauert um seinen PrĂ€sidenten. Kay Bernstein starb plötzlich, wie der Berliner Fußball-Zweitligist mitteilte. Nicht nur Fußball-Deutschland zeigt sich geschockt.

Hertha BSC trauert um seinen PrÀsidenten Kay Bernstein. - Foto: Andreas Gora/dpa
Hertha BSC trauert um seinen PrÀsidenten Kay Bernstein. - Foto: Andreas Gora/dpa

PrĂ€sident Kay Bernstein von Fußball-Zweitligist Hertha BSC ist im Alter von 43 Jahren unerwartet gestorben. Das teilten die Berliner am Dienstag mit. «Der gesamte Verein, seine Gremien und Mitarbeitenden sind fassungslos und zutiefst bestĂŒrzt. Die Hertha-Familie trauert mit Kays Hinterbliebenen und ist in dieser schweren Zeit in Gedanken bei seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern», hieß es in einer Mitteilung.

Der Club bat zugleich darum, «die PrivatsphĂ€re der Familie nach diesem schrecklichen Ereignis zu respektieren». Über die UmstĂ€nde wurde zunĂ€chst nichts bekannt.

Post auf X

Der deutsche Fußball reagierte mit großer Trauer. «Fassungslos und zutiefst bestĂŒrzt haben wir die Nachricht vom Tod Kay Bernsteins aufgenommen», schrieb die Deutsche Fußball Liga bei X, vormals Twitter. Zahlreiche Clubs Ă€ußerten ebenfalls ihr MitgefĂŒhl in den sozialen Netzwerken.

Große Anteilnahme

Auch aus der Politik gab es viel Anteilnahme. «Ich bin zutiefst bestĂŒrzt ĂŒber den plötzlichen Tod von Kay Bernstein», schrieb der GrĂŒnen-Vorsitzende Omid Nouripour bei X. Berlins Regierender BĂŒrgermeister Kai Wegner ergĂ€nzte: «Mit 43 Jahren war er mitten im Leben. Mit seinem Berliner Weg ist es ihm gerade erst gelungen, Fans und Verein wieder zu vereinen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden in diesen schweren Stunden.»

Bernstein war einst VorsĂ€nger des Clubs in der Ostkurve und engagierte sich bei der Hertha auch gesellschaftlich. Bei der Mitgliederversammlung am 26. Juni 2022 wurde er ĂŒberraschend gegen den favorisierten CDU-Politiker Frank Steffel und einen weiteren Mitbewerber zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt. Er wurde damit Nachfolger von Werner Gegenbauer, der den Club lange gefĂŒhrt hatte. Es sollte ein Neuanfang fĂŒr den krisengebeutelten Verein werden. Seine Wahl galt auch Ohrfeige fĂŒr das Hertha-Establishment, das in Teilen unverhohlen seinen Gegenkandidaten Steffel durchsetzen wollte.

«Die Nachricht vom Tod von Kay Bernstein hat mich völlig geschockt», schrieb Steffel, der PrĂ€sident der FĂŒchse Berlin ist, kurz nach Bekanntwerden der schrecklichen Nachricht bei X: «In zahlreichen Begegnungen und GesprĂ€chen habe ich ihn als herzlichen Menschen schĂ€tzen gelernt. So werde ich ihn in bester Erinnerung behalten.»

Ex-Ultra an der Club-Spitze

Ein Ex-Ultra an der Spitze eines Clubs, der damals noch in der Bundesliga spielte, war ein Novum. Bernstein sprach Probleme stets klar an. Er machte den Club und das Amt wieder nahbarer. Nicht nur mit seiner allgegenwĂ€rtigen Hertha-Trainingsjacke, die er meistens trug, wurde das deutlich. «Es wĂ€re noch so viel auf diesem Weg möglich gewesen, doch er ist, und das viel zu frĂŒh, nun gegangen», schrieb Energie Cottbus.

FĂŒr Hertha ist der Todesfall ein großer Schock. In der 2. Bundesliga steht der Hauptstadtclub nach 17 Spieltagen auf dem siebten Platz. Am Sonntag bestreitet die Mannschaft von Trainer Pal Dardai im heimischen Olympiastadion das erste Spiel des Jahres gegen Fortuna DĂŒsseldorf.

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