Joker, Gregoritsch

Joker Gregoritsch lÀsst Freiburg trÀumen: 1:0 gegen West Ham

07.03.2024 - 22:58:11

Im dritten Anlauf hat es gegen West Ham United geklappt: Der SC Freiburg schlÀgt den englischen Club dank eines Treffers von Joker Michael Gregoritsch. Der Traum vom Viertelfinale lebt.

Joker Michael Gregoritsch lĂ€sst den SC Freiburg vom erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Europa League trĂ€umen. Nach zwei vergeblichen AnlĂ€ufen bezwang das Team von Trainer Christian Streich den englischen Fußball-Erstligisten West Ham United mit 1:0 (0:0). Gregoritsch belohnte die Freiburger fĂŒr eine couragierte Leistung mit dem Siegtreffer (81. Minute).

Bereits in der Gruppenphase waren beide Teams aufeinandergetroffen. Im Oktober gewann West Ham noch mit 2:1 in Freiburg und Mitte Dezember daheim mit 2:0. Das RĂŒckspiel in London steht am 14. MĂ€rz auf dem Programm. Dazwischen gastiert der seit sechs Liga-Spielen sieglose Sport-Club am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) beim VfL Bochum. 

Hellwach und konsequent nach vorn verteidigend, ließen die Hausherren in der ersten Halbzeit kaum etwas zu. Dabei hatte Verteidiger Matthias Ginter explizit vor der Spielfreude des Tabellensiebten der Premier League gewarnt. «Gerade offensiv ist das eine Top-Mannschaft. Da wird es darauf ankommen, dass wir gut und kompakt verteidigen», meinte der Nationalspieler. 

Von SchlĂŒsselspieler Lucas PaquetĂĄ oder dem torgefĂ€hrlichen Jarrod Bowen, der in Uniteds letztem Heimspiel einen Dreierpack erzielt hatte, war aber ĂŒber weite Strecken aber ĂŒberhaupt nichts zu sehen. Die Freiburger kontrollierten die Begegnung und hatten in der Anfangsviertelstunde fast 80 Prozent Ballbesitz - allein der Ertrag ließ zu wĂŒnschen ĂŒbrig. 

Gregoritsch trifft nach seiner Einwechslung

Dennoch: GestĂ€rkt durch das 2:2 im Duell mit dem FC Bayern agierten die Breisgauer selbstbewusst. Lucas Hölers Abschluss entschĂ€rfte Lukasz Fabianski - die beste Möglichkeit der Partie nach einer halben Stunde. Kurz zuvor hatte sich West-Ham-Coach David Moyes nach dem x-ten missglĂŒckten Aufbau seines Teams genervt vom Spielgeschehen abgewendet. 

Die Miene des 60-JÀhrigen sollte sich auch nach Wiederbeginn weiter verfinstern. Denn der Sport-Club machte weiter Druck und kam durch einen akrobatischen Seitfallzieher von Roland Sallai zum ersten gefÀhrlichen Abschluss (48.). Aber auch die GÀste zeigten sich nun immer zielstrebiger. Der ehemalige Stuttgarter Abwehrspieler Konstantinos Mavropanos köpfte knapp vorbei, nachdem SC-Keeper Noah Atubolu sich nach einem Eckball verschÀtzt hatte (53.). Paquetå zielte ebenfalls per Kopf zu ungenau (62.), und Bowen scheiterte an Atubolu (65.).  

Streich reagierte und brachte mit Gregoritsch den entscheidenden TorschĂŒtzen des Playoff-RĂŒckspiels gegen den RC Lens. Das machte sich bezahlt. Gerade einmal elf Minuten stand der Österreicher auf dem Platz, ehe er erneut zuschlug. Am Ende mussten die Freiburger zittern - aber der Schiedsrichter gab nach Ansicht der Videoaufnahmen keinen Handelfmeter fĂŒr die GĂ€ste. 

@ dpa.de