Ex-Verbandsboss kommt im Kuss-Skandal mit Geldstrafe davon
20.02.2025 - 14:14:19Im Prozess um den Kuss-Skandal im spanischen FuĂball ist der frĂŒhere VerbandsprĂ€sident Luis Rubiales der sexuellen Aggression schuldig gesprochen worden. Der 47-JĂ€hrige erhĂ€lt allerdings nicht wie von der Staatsanwaltschaft gefordert eine zweieinhalbjĂ€hrige Haftstrafe. Rubiales wurde zu einer Geldstrafe von knapp 11.000 Euro verurteilt, wie aus einer Mitteilung des Staatsgerichtshofs in Madrid hervorgeht.
Rubiales war der sexuellen Aggression und auch der Nötigung beschuldigt worden, weil er Weltmeisterin Jennifer Hermoso bei der Siegerehrung nach dem Final-Erfolg bei der WM 2023 in Australien auf den Mund gekĂŒsst hatte. Hermoso hatte immer wieder entgegnet und auch vor Gericht bekrĂ€ftigt, der Kuss sei gegen ihren Willen erfolgt.
Rubiales darf sich dem Opfer nicht nÀhern
Der Angeklagte werde «zu einer 18-monatigen Geldstrafe von 20 Euro pro Tag verurteilt», hieĂ es im KommuniquĂ© des Gerichts. AuĂerdem werde Rubiales untersagt, sich der Spielerin in einem Umkreis von 200 Metern zu nĂ€hern und ein Jahr lang mit ihr zu kommunizieren.
Hermoso hatte gleich am ersten Verhandlungstag berichtet, der unfreiwillige Kuss nach dem Finale der Frauen-WM 2023 in Sydney habe bei ihr «Ekel und Abscheu» ausgelöst und «einen der glĂŒcklichsten Tage meines Lebens ĂŒberschattet». Die 34-JĂ€hrige hatte auch erzĂ€hlt, sie sei in den Tagen nach der WM von Rubiales und damaligen Verbandsmitarbeitern unter Druck gesetzt worden, damit sie die Sache herunterspiele und Rubiales nicht beschuldige.





