DFB-Frauen, HĂ€nden

DFB-Frauen wollen nicht «mit leeren HÀnden nach Hause»

07.08.2024 - 05:30:37 | dpa.de

In seinem letzten Spiel als Frauen-Bundestrainer geht es fĂŒr Horst Hrubesch um Bronze. Seinen Spielerinnen macht er nach der Halbfinal-Niederlage gegen die USA Komplimente.

  • Nach dem Tor der USA: Felicitas Rauch (r) ist enttĂ€uscht. - Foto: Laurent Cipriani/AP/dpa
    Nach dem Tor der USA: Felicitas Rauch (r) ist enttÀuscht. - Foto: Laurent Cipriani/AP/dpa
  • Chance zum Ausgleich: Laura Freigang (l) vergab in der Schlussphase. - Foto: Laurent Cipriani/AP
    Chance zum Ausgleich: Laura Freigang (l) vergab in der Schlussphase. - Foto: Laurent Cipriani/AP
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Mit TrĂ€nen, aber auch Trotz haben Deutschlands Fußballerinnen auf die Halbfinal-Niederlage bei Olympia gegen die USA reagiert. «Wir haben es ĂŒber weite Strecken echt super gemacht», sagte Giulia Gwinn, die fĂŒr die erkrankte Alexandra Popp beim 0:1 nach VerlĂ€ngerung durch ein Tor von Sophia Smith (95. Minute) die KapitĂ€nsbinde trug. Nach dem verpassten Finale von Paris spielen die DFB-Frauen nun am Freitag (15.00 Uhr) erneut in Lyon gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien um den dritten Platz.

«Vom Willen her sind wir alle bereit und wollen auf keinen Fall mit leeren HĂ€nden nach Hause fahren», sagte Gwinn. Bundestrainer Horst Hrubesch, der nach Olympia von Christian WĂŒck abgelöst wird, meinte: «Heute nehmen wir die Köppe runter, morgen stehen wir wieder auf.» 

Nach dem 1:4 in der Vorrunde lieferten die DFB-Frauen den Amerikanerinnen dieses Mal einen leidenschaftlichen Abnutzungskampf und hatten sogar noch eine Chance zum Ausgleich durch Laura Freigang.

«Wir waren komplett dran. Wenn’s ins Elfmeterschießen gegangen wĂ€re, hĂ€tten wir das Ding gewuppt», meinte Popp-Vertreterin Sydney Lohmann mit Blick auf die Elfmeterheldentaten von TorhĂŒterin Ann-Katrin Berger im Viertelfinale gegen Kanada. 

«Wir haben einen zweiten Matchball» 

Acht Jahre nach dem Goldtriumph von Rio wĂ€re es die insgesamt vierte Bronze-Medaille fĂŒr die deutschen Fußballerinnen bei Sommerspielen. «Vorher hĂ€tte uns keiner zugetraut, dass wir ĂŒberhaupt hier stehen. Wir haben noch die Chance auf Bronze, also einen zweiten Matchball», sagte Hrubesch. «Den werden wir versuchen zu nutzen. Ich habe den MĂ€dels auch gesagt: Ich kann ihnen nur gratulieren fĂŒr die Art und Weise, wie sie gespielt haben.» 

Dass er mit einer Medaille am Freitag abtrete, sei nicht so wichtig. «Ich habe ja schon eine», sagte der frĂŒhere HSV-StĂŒrmer. 2016 in Rio gab es fĂŒr ihn als Chefcoach und die deutschen MĂ€nner Silber - nach einem im Elfmeterschießen verlorenen Finale gegen Brasilien. «FĂŒr mich wĂ€re es wichtig, dass die MĂ€dels eine kriegen. Das wird schwer genug», sagte Hrubesch. 

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