Jesús de Miguel, CD Teneriffa

Jesús de Miguel stirbt nach Foul – Ermittlungen in Spanien

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 15:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Tod des 30-jährigen Stürmers nach einem schweren Zusammenprall löst in Spanien weitreichende Reaktionen aus. Ermittler prüfen den Fall, während der Verband den Pokalspieltag verschiebt.

Folgen für Teneriffa und den Spielbetrieb

  • Jesús de Miguel starb am Morgen nach dem Zweitligaspiel im Krankenhaus.
  • Der Schiedsrichter brach die Partie zwischen CD Teneriffa und FC Andorra beim Stand von 2:2 ab.
  • Der RFEF verschob sämtliche für Dienstag angesetzten Pokalspiele im Männer- und Frauenfußball.
  • Jesús de Miguel hinterlässt eine Partnerin und eine kleine Tochter. - Bild: Uncredited/AP/dpa
  • Die Spieler auf dem Platz reagieren geschockt. - Bild: -/Fc Andorra via EUROPA PRESS/dpa
Jesús de Miguel hinterlässt eine Partnerin und eine kleine Tochter. - Bild: Uncredited/AP/dpa Die Spieler auf dem Platz reagieren geschockt.  - Bild: -/Fc Andorra via EUROPA PRESS/dpa

Tod von Jesús de Miguel löst Ermittlungen und Spielabsagen aus

Der Tod des Fußballprofis Jesús de Miguel vom CD Teneriffa nach einem schweren Foulspiel hat Spanien erschüttert und die Mordkommission der Nationalpolizei eingeschaltet. Der 30 Jahre alte Stürmer erlitt im Zweitliga-Heimspiel gegen den FC Andorra in der Nachspielzeit schwere Verletzungen und einen Herzstillstand und starb am Morgen danach im Krankenhaus.

Ermittler prüfen den Zusammenstoß

Der Fall steht unter gerichtlicher Aufsicht. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wird wegen des Todesfalls ermittelt; im Raum steht der Verdacht eines möglichen fahrlässigen Totschlags.

De Miguel war kurz hinter der Mittellinie vom herausgelaufenen Andorra-Torwart Jesús Owono gefoult worden. Nach dem Zusammenprall krümmte er sich vor Schmerzen auf dem Rasen, Owono sah die Rote Karte. Der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 2:2 ab.

Spanischer Verband verschiebt Pokalspiele

Der nationale Fußballverband RFEF verschob sämtliche für Dienstag geplanten Pokalpartien im Männer- und Frauenfußball. Rekordmeister Real Madrid und weitere Vereine unterbrachen nach der Todesnachricht ihr Training für eine Schweigeminute.

Der RFEF sprach von einem „Verlust, der nicht zu ersetzen ist“. Auch die Spielergewerkschaft AFE, deren Vorstand de Miguel angehörte, sowie Vereine, Verbände und Politiker bekundeten der Familie und dem CD Teneriffa ihr Beileid.

De Miguel hinterlässt Partnerin und Tochter

Der in Madrid geborene Stürmer hinterlässt seine Partnerin María und die gemeinsame Tochter Carla, die im Juni 2025 geboren wurde. Ex-Weltmeister Gerard Piqué schrieb auf X: „Tut mir in der Seele weh.“ Piqué, Mitbesitzer des FC Andorra, hatte das Unglück vor Ort miterlebt.

De Miguel hatte sich über mehrere unterklassige spanische Vereine in den Profifußball gearbeitet. Nach Stationen unter anderem bei Unionistas de Salamanca und CD Castellón wechselte er im Sommer 2025 nach Teneriffa. Mit elf Toren trug er maßgeblich zum Aufstieg in die zweite Liga bei; in seinen ersten fünf Pflichtspielen für den Verein erzielte er sechs Treffer.

Der Tod von Jesús de Miguel verbindet einen sportlichen Unfall mit einem außergewöhnlichen Einschnitt für den spanischen Fußballbetrieb. Nach dem Zusammenprall im Zweitligaspiel gegen den FC Andorra ermittelt die Mordkommission der Nationalpolizei unter gerichtlicher Aufsicht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie der Zusammenstoß rechtlich bewertet wird.

Die Ermittlungen laufen parallel zu den sportrechtlichen Folgen. Der Platzverweis gegen Andorras Torhüter Jesús Owono und der Abbruch der Partie markieren zunächst die unmittelbaren Konsequenzen auf dem Spielfeld. Dass der spanische Verband sämtliche für Dienstag angesetzten Pokalspiele im Männer- und Frauenfußball verschob, machte die Tragweite des Todesfalls für den nationalen Fußball deutlich.

Folgen für Verein und Familie

Für CD Teneriffa verliert der Aufsteiger einen sportlich prägenden Spieler. De Miguel hatte mit elf Toren zum Aufstieg in die zweite Liga beigetragen und sich zuvor in mehreren unterklassigen Vereinen in den Profifußball gearbeitet. Seine Funktion im Vorstand der Spielergewerkschaft AFE verlieh seinem Tod zudem Bedeutung über den eigenen Verein hinaus.

Für die Familie stehen neben der Trauer auch die juristische Aufarbeitung und mögliche Entscheidungen über die Fortsetzung beziehungsweise Neuansetzung der abgebrochenen Partie im Raum. Über die Nachholtermine der verschobenen Pokalspiele soll in den kommenden Tagen entschieden werden. Die Ermittlungen sollen klären, ob aus dem Foul strafrechtliche Konsequenzen entstehen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Euronews: „Nach Zusammenprall im Spiel - Spanischer Fußball Profi verstorben“ (03.11.2026)

Der Beitrag bestätigt den Tod des 30-jährigen Stürmers nach dem Zusammenprall mit Andorras Torwart und schildert den medizinischen Notfall während der Partie. Einen Schwerpunkt legt er auf den Ablauf des Zusammenstoßes und die sofortigen Wiederbelebungsmaßnahmen.

Deutschlandfunk: „Fußball - Nach Tod von Spieler: Spanischer Verband setzt Pokalwettbewerbe aus“ (03.11.2026)

Der Bericht bestätigt den Tod nach dem Foul und stellt die Reaktion des spanischen Verbandes in den Mittelpunkt. Anders als Euronews konzentriert er sich vor allem auf die Verschiebung sämtlicher Pokalbegegnungen und die noch ausstehenden Nachholtermine.

Übereinstimmung besteht beim Tod de Miguels nach dem Zusammenprall und bei den unmittelbaren Folgen für den Spielbetrieb. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Schwerpunkt: Der eine Beitrag beschreibt stärker den Unfallhergang, der andere die Reaktion des Verbandes. Offen bleiben die strafrechtliche Bewertung des Foulspiels und die weiteren Entscheidungen zum abgebrochenen Ligaspiel.

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