RB Leipzig warnt eigene Fans vor Belgrad
07.11.2023 - 04:53:20RB Leipzig hat seine Fans ausdrĂŒcklich vor den Gefahren beim AuswĂ€rtsspiel gegen Roter Stern Belgrad gewarnt.
Der Club rief seine AnhÀnger dazu auf, rund um das Champions-League-Spiel am Abend (21.00 Uhr/DAZN) seine Fanutensilien nicht auffÀllig in der Stadt zu tragen. Zudem soll man nur autorisierte Taxis nutzen und an offiziellen Stellen Geld tauschen. Etwa 500 Leipziger Fans werden im Stadion sein.
Zudem verlinkt der Club zu einem von einem RB-AnhĂ€nger erstellten Fan-Guide fĂŒr Belgrad, in dem von Erfahrungen von Fans von Young Boys Bern berichtet wird. Taxifahrer hĂ€tten demnach ĂŒberhöhte Fahrpreise verlangt und deren Zahlung angeblich teilweise mit Waffengewalt erpresst. Es sei zudem vorgekommen, dass die FahrgĂ€ste nicht an der gewĂŒnschten Stelle abgesetzt wurden. Belgrad spielte Anfang Oktober gegen Bern, das Spiel endete 2:2. RB-Fans sollen nun mit Shuttle-Bussen aus dem Zentrum zum Stadion gebracht werden.
Der Club selbst ergreift auch in den eigenen Reihen VorsichtsmaĂnahmen. Die U19, die am Nachmittag um 16.00 Uhr in der Youth League beim Nachwuchs von Belgrad spielt, wird am Abend das Spiel der Profis besuchen. Nach einem Bericht der «Bild» sollen die Spieler dabei nicht in RB-Kleidung, sondern in zivil erscheinen.
Zuschauerstrafe fĂŒr Roter Stern Belgrad
FĂŒr das Spiel gegen Leipzig wurde Roter Stern von der UEFA mit einer Zuschauerstrafe belegt. Weil Ultras im Spiel gegen Bern einen Anschlag serbischer Extremisten auf die Polizei im kosovarischen Dorf Banjska mit einer Choreografie huldigten, dĂŒrfen maximal 45.000 statt ĂŒber 50.000 Fans ins Stadion. Serbien erkennt die Autonomie des Kosovo nicht an und verlangt die RĂŒckgabe der Provinz mit mehrheitlich albanischer Bevölkerung.
Rund um das Hinspiel in Leipzig war es relativ ruhig um die ĂŒber 2000 mitgereisten Fans von Roter Stern geblieben. Im Fanblock prĂŒgelten sich die AnhĂ€nger untereinander. AuĂerhalb des Stadions gab es SachbeschĂ€digungen, Körperverletzungen sowie VerstoĂe gegen das Sprengstoffgesetz. Auch aus einem Supermarkt wurde gestohlen. Die Polizei war wegen der gewaltbereiten Belgrader Fanszene mit 800 Beamten im Einsatz.





