Copa-AmĂ©rica-Halbfinale, PrĂŒgelei

Copa-AmĂ©rica-Halbfinale: PrĂŒgelei zwischen Spielern und Fans

11.07.2024 - 12:19:31 | dpa.de

Kolumbien erreicht das Finale der Copa AmĂ©rica gegen Argentinien. Im Halbfinale gelingt ein Sieg trotz Unterzahl. Nach dem Schlusspfiff kommt es zu einer wilden PrĂŒgelei zwischen Spielern und Fans.

  • Daniel Muñoz (l) musste kurz vor dem Pausenpfiff mit Gelb-Rot vom Platz. - Foto: Julia Nikhinson/AP/dpa
    Daniel Muñoz (l) musste kurz vor dem Pausenpfiff mit Gelb-Rot vom Platz. - Foto: Julia Nikhinson/AP/dpa
  • Trotz Unterzahl gewinnt Kolumbien im Halbfinale der Copa AmĂ©rica. - Foto: Jacob Kupferman/AP/dpa
    Trotz Unterzahl gewinnt Kolumbien im Halbfinale der Copa América. - Foto: Jacob Kupferman/AP/dpa
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Eine heftige PrĂŒgelei zwischen Spielern und Fans hat das Halbfinale der Copa AmĂ©rica zwischen Kolumbien und Uruguay ĂŒberschattet. Nach dem Abpfiff der Partie, die die Kolumbianer um Ex-Bayern-Profi James RodrĂ­guez mit 1:0 gewonnen hatten, stĂŒrmten im Bank of America Stadium in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina Spieler von Uruguay auf die TribĂŒne in Richtung der kolumbianischen Fans.

Auf einem Video ist zu sehen, wie der 25 Jahre alte StĂŒrmer Darwin NĂșñez vom FC Liverpool einen Mann in einem gelben Trikot schlĂ€gt. Auch andere Spieler waren am Mittwochabend (Ortszeit) in das Handgemenge mit den Zuschauern involviert.

«Mussten unsere Liebsten beschĂŒtzen»

Uruguays Abwehrspieler Jose Maria Gimenez sagte in einem TV-Interview, dass die Spieler deshalb auf die RĂ€nge geeilt seien, weil sie Angst um ihre Angehörigen hatten. Diese seien von kolumbianische Fans angegangen und mit GegenstĂ€nden beworfen worden. «Das ist ein Desaster!», schimpfte der Profi von AtlĂ©tico Madrid. «Unsere Familien sind in Gefahr. Wir mussten uns da vorkĂ€mpfen, um unsere Liebsten zu beschĂŒtzen, darunter waren auch Neugeborene.»

Wie auf Videos zu sehen ist, versuchten einzelne Polizistinnen und Polizisten, die Uruguay-Spieler und die Kolumbien-Fans zu trennen. Als die Fußballer dann wieder auf dem Rasen waren, wollte NĂșñez mit einem Klappstuhl nach den AnhĂ€ngern werfen. Diese hatte ihn weiter beleidigt und auch mit GegenstĂ€nden wie Bierbechern beworfen. Der sĂŒdamerikanische Fußball-Verband Conmebol verurteilte die Ausschreitungen.

Sportlich gelang Kolumbien trotz der gesamten zweiten Halbzeit in Unterzahl der Coup dank des Siegtors von Jefferson Lerma in der 39. Minute; er köpfte nach einem Eckball von RodrĂ­guez ein. Es war die sechste Tor-Vorlage von RodrĂ­guez im Turnier, damit ĂŒbertraf er den bisherigen Rekord von Messi. Kurz darauf flog der Kolumbianer Daniel Muñoz mit Gelb-Rot vom Platz. Die zweite Halbzeit war geprĂ€gt von Fouls und Unterbrechungen. Uruguay konnte die tief verteidigenden Kolumbianer nicht ĂŒberwinden; ein Pfostenschuss des erst in der 66. Minute eingewechselten Routiniers Luis SuĂĄrez war eine von vielen Chancen. 

«Wir haben in dieser Nacht Geschichte geschrieben», sagte der sichtlich gerĂŒhrte RodrĂ­guez nach dem Schlusspfiff. Kolumbien trifft im Finale in der Nacht zum Montag in Miami auf Rekordsieger Argentinier und hat dabei die Chance auf seinen zweiten Copa-Titel. Tags zuvor spielt Uruguay gegen Kanada um Platz drei.


 

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