Galatasaray, Geld

Galatasaray kauft groß ein - Aber woher kommt das Geld?

05.08.2025 - 09:07:36 | dpa.de

Leroy SanĂ©, Victor Osimhen und bald vielleicht noch Ilkay GĂŒndogan? Galatasaray Istanbul sorgt auf dem Transfermarkt fĂŒr Aufsehen. Doch wie kann der Club so sorglos einkaufen?

  • Leroy SanĂ© ist einer der hochkarĂ€tigen NeuzugĂ€nge von Galatasaray Istanbul - Foto: Murat Akbas/dpa
    Leroy Sané ist einer der hochkarÀtigen NeuzugÀnge von Galatasaray Istanbul - Foto: Murat Akbas/dpa
  • Wechselt Victor Osimhen nun fix von Neapel zu Galatasaray? - Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa
    Wechselt Victor Osimhen nun fix von Neapel zu Galatasaray? - Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa
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Leroy SanĂ© war nur der endgĂŒltige Beweis. Wie ein König empfingen ihn die tĂŒrkischen Fans auf dem Flughafen in Istanbul, der Heilsbringer streckte begeistert die Arme in die Höhe. Ein Jahr zuvor war schon Angreifer Victor Osimhen so frenetisch empfangen worden. Jener Osimhen also, der zuvor mit fast jedem Topclub in Verbindung gebracht worden war, letztlich aber auf Leihbasis zu Galatasaray Istanbul wechselte. 

Und nun dort bleibt. FĂŒr mehr als 70 Millionen Euro Ablöse. Zudem bewegt sich sein jĂ€hrliches Gehalt im zweistelligen Millionenbereich und damit sogar noch ĂŒber dem kolportierten SalĂ€r fĂŒr SanĂ©, der mit einer riesigen Fahne ĂŒber den Platz ging und stolz sagte: «Ich bin sehr glĂŒcklich, hier zu sein.» AllerspĂ€testens nach dem spektakulĂ€ren Osimhen-Transfer stellt sich jetzt aber die Frage: Woher hat Gala das ganze Geld?

UnterstĂŒtzung aus dem Bausektor

Der Club erhĂ€lt vor allem finanzielle UnterstĂŒtzung aus dem mĂ€chtigen tĂŒrkischen Bausektor - etwa von der Pasifik Holding, die den Club in dieser Saison mit rund 10?Millionen US?Dollar sponsert. Auch das Unternehmen Rams Global zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten UnterstĂŒtzern. In der vergangenen Saison bekam der Verein als Sieger der tĂŒrkischen SĂŒper?Lig zudem umgerechnet rund 17?Millionen US?Dollar an Rundfunkeinnahmen. 

Sehr viel Geld, keine Frage. Aber fĂŒr Investitionen in Spieler wie SanĂ©, Osimhen oder die zusĂ€tzlich gehandelten Ilkay GĂŒndogan und Hakan Calhanoglu noch lange nicht genug. So erhofft sich der Verein aus dem Verkauf eines TrainingsgelĂ€ndes im Stadtteil Florya hohe Gewinne. 

Angeblich im mittleren dreistelligen Millionenbereich, wie die «Sport Bild» zuletzt berichtet hatte. Einnahmen, die zwar noch nicht verbucht sind, mit denen Galatasaray aber schon planen soll. 

All das wird getrieben vom Traum, endlich wieder zur Elite Europas zu gehören. So wie im Jahr 2000, als Gala den UEFA-Cup gewinnen konnte. Mit Osimhen, SanĂ© und Co. soll es diesmal das Champions-League-Viertelfinale werden. Mindestens. «In diesem Jahr erwarten unsere Fans Erfolge in Europa», sagte Trainer Okan Buruk, selbst Teil der Sieger-Mannschaft von 2000. «Wir trĂ€umen von der Champions League. Unsere grĂ¶ĂŸte Verantwortung ist es, unsere AnhĂ€nger stolz zu machen – nicht nur in der TĂŒrkei, sondern in ganz Europa.»

Hohe Auslandsschulden

Die politische und kulturelle Symbolik, dass ein heimischer Club die europĂ€ische Elite aufmischen will, ist in der TĂŒrkei mit ihrer jungen dynamischen Bevölkerung deutlich spĂŒrbar. Die neue Riege internationaler Stars stĂŒtzt die Hoffnung, den Geist der frĂŒhen 2000er-Jahre wiederzubeleben – eine Zeit, in der Galatasaray und Istanbul selbstverstĂ€ndlicher Teil der europĂ€ischen Spitze waren. 

VizeprĂ€sident Metin ÖztĂŒrk bestĂ€tigt das: «Galatasarays Hauptziel ist Europa. Wir wollen mindestens das Viertelfinale erreichen, am liebsten sogar das Finale. Dieser Club ist immer hungrig nach Erfolg.»

Doch der enorme Ehrgeiz birgt auch finanzielle Risiken. Die hohen Auslandsschulden des Vereins machen Fortschritte in Europa nicht nur zu einem sportlichen Ziel, sondern zu einer finanziellen Notwendigkeit. Es klingt paradox, aber teure Stars wie Sané und Co. können auch dabei helfen. Sie generieren Aufmerksamkeit und locken Sponsoren, die deutlich mehr zahlen sollen als noch vor einigen Jahren.

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