Wo die Frauen-Bundesliga zu sehen ist - und was sie kostet
11.09.2023 - 11:41:50 | dpa.deMit dem Start der neuen Saison am Freitag gelten in der FuĂball-Bundesliga der Frauen die neuen TV-VertrĂ€ge, die bis zur Spielzeit 2026/2027 gĂŒltig sind. Das bringt zahlreiche Ănderungen. Ein Ăberblick ĂŒber die Sender und Sendungen.
Was ist ohne Zusatzkosten zu sehen?
Von der Frauen-Bundesliga gibt es wesentlich mehr Live-Spiele im frei zugÀnglichen Fernsehen als von der MÀnner-Bundesliga - insgesamt 32 Partien. Neu dabei ist der Sender Sport1, der Eurosport abgelöst hat. Der Spezialanbieter zeigt insgesamt 22 Partien, vor allem die Partie am neuen Montag-Spieltag.
Es gibt auch Ausnahmen, so ĂŒbertrĂ€gt Sport1 am Sonntag das Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen. Das erste Live-Spiel an einem Montag ist am 2. Oktober Bayern gegen Köln. ZusĂ€tzliche Begegnungen im frei empfangbaren Fernsehen gibt es bei ARD und ZDF, die zusammen Rechte fĂŒr zehn Live-Ăbertragungen gekauft haben. Das ZDF ĂŒbertrĂ€gt an diesem Freitag die Auftaktpartie SC Freiburg gegen Meister Bayern MĂŒnchen.
Was gibt es im Pay-TV?
Alle 132 Partien der Frauen-Bundesliga werden live ĂŒbertragen - und das sogar von zwei verschiedenen Sendern. Wie bisher laufen alle Begegnungen beim Telekom-Sender MagentaSport. Das gleiche Rechtepaket hat zudem der ebenfalls kostenpflichtige Sport-Streamingdienst DAZN erworben.
Was kostet das?
DAZN zeigt die Frauen-Bundesliga fĂŒr Kunden des World-Pakets ab 6,99 Euro pro Monat. Deutlich teurer ist es bei der Telekom. MagentaSport kostet 19,95 im Monatsabonnement, beim Jahresvertrag sind es 12,95 Euro. GĂŒnstiger ist es nur fĂŒr diejenigen, die bereits Telekom-Kunden sind (12,95 oder 7,95 Euro). Bei beiden Sendern gehören auch andere Sport-Ăbertragungen zu den Paketen.
Wie viel Geld bringt das der Liga?
Die neuen TV-VertrĂ€ge machen sich auch finanziell bemerkbar. Die Lizenzeinnahmen erhöhen sich laut DFB im Vergleich zur abgelaufenen Rechteperiode um das 16-fache und liegen jetzt bei jĂ€hrlich 5,17 Millionen Euro brutto. «Das groĂe Interesse im Free- und Pay-TV ist ein klares Zeichen fĂŒr die hohe AttraktivitĂ€t», sagte DFB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Holger Blask zu den VertrĂ€gen. Im Vergleich zur MĂ€nner-Bundesliga mit mehr als einer Milliarde Euro pro Saison ist das dennoch bescheiden.
Was bekommen die Vereine?
Der DFB schĂŒttet 90 Prozent der TV-Einnahmen an die Vereine aus. Das sind 4,657 Millionen Euro. Anders als bei den MĂ€nnern erhĂ€lt jeder Club den gleichen Anteil. Das ergibt 388.000 Euro pro Verein, das ist fast sechsmal so viel wie bisher.
Wie viele Menschen schauen zu?
Die Top-Quoten der Nationalmannschaft bei der EM des Vorjahres halfen dem DFB beim Verkauf der TV-Rechte, wie Blask erklĂ€rte. Die Euphorie hat sich aber nicht auf die Fernseh-Spiele der Liga bei Eurosport ĂŒbertragen. WĂ€hrend die Zuschauerzahlen in den Stadien deutlich stiegen, war die VerĂ€nderung bei den Free-TV-Ăbertragungen nur minimal. Die durchschnittliche Reichweite der Live-Ăbertragungen lag nach Angaben des Spartensenders lediglich bei 106.000 Zuschauern. MagentaSport hat die Reichweiten der Frauen-Bundesliga nach eigenen Angaben um 148 Prozent gesteigert. Doch die Telekom nennt dazu keine konkreten Zuschauerzahlen.Â
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