Eintracht, Sieg

Eintracht feiert spÀten Sieg gegen Gladbach

20.12.2023 - 22:37:30

Mit zwei ganz spĂ€ten Toren gelingt Eintracht Frankfurt doch noch der versöhnliche Abschied in die kurze Winterpause. Die Hessen feiern ausgelassen - fĂŒr Gladbach ist das Ergebnis bitter.

Mit einem ganz spĂ€ten Doppelpack hat Eintracht Frankfurt einen versöhnlichen Abschied in die Winterpause geschafft. AurĂ©lio Buta (90.+2) und Robin Koch (90.+7) sorgten mit ihren Treffern in der Nachspielzeit fĂŒr das schmeichelhafte 2:1 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach und verhinderten einen erneuten RĂŒckschlag fĂŒr die Hessen im Kampf um die EuropapokalplĂ€tze. Die GĂ€ste verpassten hingegen den Anschluss an die Frankfurter und bleiben in der unteren TabellenhĂ€lfte der Fußball-Bundesliga.

Vor 58.000 Zuschauern hatte Maximilian Wöber (27. Minute) zunĂ€chst die FĂŒhrung fĂŒr den Club vom Niederrhein erzielt. Doch in einer turbulenten Schlussphase sah der Verteidiger zunĂ€chst die Gelb-Rote Karte (88.), wenig spĂ€ter durften die Frankfurter noch jubeln.

Die erste Halbzeit blieb zunĂ€chst nahezu ereignislos. Einzig ein Schuss von Eintracht-Verteidiger William Pacho (22.) von der Strafraumgrenze ĂŒber das Tor sorgte fĂŒr etwas Aufregung. Erst durch den FĂŒhrungstreffer der GĂ€ste fĂŒnf Minuten spĂ€ter nahm die Partie mehr Fahrt auf. Nach einem Eckstoß von Franck Honorat konnte der strĂ€flich ungedeckte Wöber ins linke untere Eck köpfen.

Gladbach zunÀchst dominant

Danach dominierten die Gladbacher, die in den ZweikĂ€mpfen konsequenter agierten und lange Zeit nicht - wie in vielen Begegnungen zuvor - große LĂŒcken in der Abwehr offenbarten. Angereist war die Borussia mit 33 Gegentreffern, nur Darmstadt 98 (41) kassierte bisher mehr. In der 34. Minute war es wieder Linksverteidiger Wöber, der fĂŒr Gefahr sorgte. Seinen abgefĂ€lschten Schuss konnte Eintracht-Torwart Kevin Trapp in seinem 250. Bundesligaspiel fĂŒr die Hessen mit einer Parade noch um den rechten Pfosten lenken.

Den Frankfurter Profis fehlte in der 27. Pflichtpartie in dieser Saison lange Zeit sichtlich die Energie, um sich aufzubĂ€umen. Der eine oder andere spiele «auf der letzten Rille», befand Trainer Dino Toppmöller schon vor dem Anpfiff. Die wenigen Erfolgserlebnisse und das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal dĂŒrften zudem das Selbstbewusstsein alles andere als gestĂ€rkt haben.

Nach dem Wiederanpfiff versuchten die Gastgeber, dennoch die letzten Reserven zu mobilisieren, vertĂ€ndelten jedoch oft schon den Ball im Mittelfeld. In der 55. Minute nahm sich FarĂ©s Chaibi ein Herz und setzte sich auf der linken Seite durch, scheiterte aber mit einem Flachschuss an Gladbachs-Schlussmann Moritz Nicolas, der glĂ€nzend abwehrte. Wenige Akzente konnte hingegen der nach einer Erkrankung und Gelb-Sperre wieder zurĂŒckgekehrte TorjĂ€ger Omar Marmoush setzen, der keine nennenswerte Chance hatte.

Nach dem Platzverweis fĂŒr Gladbachs Wöber setzte Frankfurt alles auf Angriff - und schaffte es doch noch, das Spiel zu drehen. Die Flanke von Niels Nkounkou verwertete Buta mit einem ĂŒberlegten Kopfball. Kochs noch spĂ€terer Treffer sorgte fĂŒr lautstarken Jubel in der Frankfurter Arena.

@ dpa.de