NĂ€chster Coup von SaarbrĂŒcken: Drittligist im Halbfinale
12.03.2024 - 22:28:34Der 1. FC SaarbrĂŒcken setzt seine wundersame Pokal-Reise fort und steht sensationell im Halbfinale. Der FuĂball-Drittligist dĂŒpierte im nachgeholten Viertelfinale am Dienstagabend auch Borussia Mönchengladbach und zog nach dem 2:1 (1:1) in die Runde der besten vier Teams ein.
Zuvor hatten die SaarlĂ€nder unter anderem bereits den FC Bayern MĂŒnchen und Eintracht Frankfurt ausgeschaltet. Im fĂŒnften Pokal-Halbfinale ihrer Vereinsgeschichte treffen sie am 2. April nun auf den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern.
Kaiserslautern wartet als nÀchstes
Vor 15.903 Zuschauern im ausverkauften Ludwigsparkstadion erzielten Amine Naifi (11.) und in der Nachspielzeit Kai BrĂŒnker (90.+3) die Treffer fĂŒr den AuĂenseiter, der fĂŒr das Weiterkommen eine PrĂ€mie von rund 3,45 Millionen Euro erhĂ€lt. Damit haben die SaarlĂ€nder im laufenden Wettbewerb bereits mehr als sechs Millionen Euro eingenommen und dĂŒrfen weiter vom Pokalerfolg trĂ€umen. Robin Hack hatte die GĂ€ste zunĂ€chst in der 8. Minute in FĂŒhrung gebracht. Der nĂ€chste Gegner steht bereits fest: Im Duell mit Zweitligist 1. FC Kaiserslautern geht es am 2. April (20.45 Uhr) um das Endspielticket in Berlin.
Die SaarbrĂŒcker Fans hatten ihre Mannschaft mit einer eindrucksvollen Choreografie in diese Partie geschickt. In einer munteren Anfangsviertelstunde wurden allerdings zunĂ€chst die GĂ€ste gefĂ€hrlich. Schon nach acht Minuten ging der Bundesligist in FĂŒhrung. Marcel Gaus unterschĂ€tzte einen von Gladbachs Neuhaus hoch auf Franck Honorat gespielten Ball und leitete damit quasi den Gladbacher Angriff ein, den Hack erfolgreich vollendete.
Die SaarlĂ€nder lieĂen sich von diesem Stimmungskiller allerdings nicht beeindrucken. Die Antwort folgte nur drei Minuten spĂ€ter durch Naifi, der einen Abpraller von Ko Itakura aus knapp 16 Metern zum Ausgleich verwandelte. Beide Mannschaften legten offensiv los, vor allem die Gladbacher tauchten in der ersten HĂ€lfte immer wieder gefĂ€hrlich im Strafraum des Drittligisten auf. In der 18. Minute rettete Lukas Boeder auf der Linie, anschlieĂend hatte Hack die erneute FĂŒhrungschance fĂŒr die GĂ€ste.
Entscheidungstreffer in der Nachspielzeit
Je lĂ€nger die Partie dauerte, umso mehr zog sich der FCS zurĂŒck. Gladbach hatte die Ballhoheit, ohne aber daraus Profit zu schlagen. Gegen zunehmend defensivere SaarbrĂŒcker fehlten den dominanten GĂ€sten allerdings die Ideen und die Durchschlagskraft.Â
Daran Ă€nderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunĂ€chst nichts. Der Dauerregen erschwerte die Spieleröffnung ĂŒberdies, weil sich zunehmend das Wasser auf dem Rasen sammelte und der Ball mitunter schwer zu kontrollieren war. Vor EinwĂŒrfen musste der Ball teilweise mit HandtĂŒchern getrocknet werden, die von den Balljungen gereicht wurden.
In einem nun mehr und mehr kampfbetonten Duell bekamen die Zuschauer kaum noch TorschĂŒsse oder gefĂ€hrliche Szenen zu sehen - bis zum umjubelten Siegtreffer in der Nachspielzeit.


