DFB-Nationalmannschaft, Pascal Groß

DFB-Rücktritt: Pascal Groß beendet Nationalmannschafts-Karriere und macht Platz für neue Generation

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 11:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nationalspieler Pascal Groß beendet seine Karriere im DFB-Team und setzt damit ein weiteres Zeichen für den laufenden Umbruch in der Fußball-Nationalmannschaft. Der Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion will sich künftig ganz auf seinen Klub konzentrieren und der neuen Generation im Nationalteam Platz machen.

  • Pascal Groß wird das DFB-Trikot künftig nicht mehr tragen. (Archivbild)  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Pascal Groß wird das DFB-Trikot künftig nicht mehr tragen. (Archivbild) - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Mit seinem Verein ist Pascal Groß gerade sehr erfolgreich.  - Bild: Gareth Fuller/PA Wire/dpa
    Mit seinem Verein ist Pascal Groß gerade sehr erfolgreich. - Bild: Gareth Fuller/PA Wire/dpa
Pascal Groß wird das DFB-Trikot künftig nicht mehr tragen. (Archivbild)  - Bild: Federico Gambarini/dpa Mit seinem Verein ist Pascal Groß gerade sehr erfolgreich.  - Bild: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Fußball-Nationalspieler Pascal Groß beendet seine Karriere im DFB-Team und will künftig nur noch für seinen Verein Brighton & Hove Albion auflaufen.

Groß verkündet Rückzug nach Sieg gegen Arsenal

Der 35 Jahre alte Mittelfeldspieler erklärte seinen Schritt nach dem 3:0-Heimsieg Brightons gegen den FC Arsenal. In einem Interview sagte Groß, offiziell sei er ohne eigene Social-Media-Kanäle zwar nicht zurückgetreten, für ihn persönlich sei seine Zeit im Nationaltrikot jedoch nach der WM beendet gewesen. Er sprach davon, der neuen Generation im deutschen Fußball alles Gute zu wünschen und ihr künftig die Daumen zu drücken.

Mit Brighton spielt Groß derzeit eine erfolgreiche Saison in der Premier League und gehört nach fünf Spieltagen mit seiner Mannschaft zur Spitzengruppe. Beim deutlichen Erfolg über Arsenal steuerte der frühere Bundesliga-Profi von der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund einen Treffer bei.

Dritter Rücktritt nach WM-Debakel

Groß ist nach Torwart Manuel Neuer und Abwehr-Routinier Antonio Rüdiger bereits der dritte Spieler, der seine Laufbahn in der Nationalmannschaft nach dem WM-Debakel beendet. Im Aufgebot des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp für die anstehenden vier Nations-League-Partien steht der Mittelfeldspieler nicht mehr. Klopp hatte für den Doppelblock insgesamt 44 Spieler berufen und setzt damit ein klares Zeichen für einen breiten Umbruch im Kader.

Spätes Debüt, wichtiger Teamspieler

Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft feierte Groß im September 2023 im letzten Länderspiel des damaligen Bundestrainers Hansi Flick. Beim 1:4 gegen Japan kam er mit 32 Jahren erstmals zum Einsatz. Insgesamt bestritt Groß 19 Partien für die DFB-Auswahl, sein einziges Tor im Nationaltrikot erzielte er beim 2:1-Sieg im EM-Test 2024 gegen Griechenland.

Seinen letzten Einsatz im DFB-Dress hatte Groß als Einwechselspieler beim 1:2 im WM-Gruppenspiel gegen Ecuador in East Rutherford. Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann schätzte an dem Mittelfeldspieler insbesondere dessen ausgeprägten Teamgeist und seine analytische Sicht auf das Spiel.

Ein erfahrener Mittelfeldstratege sagt leise Servus

Der Rücktritt von Pascal Groß aus der Fußball-Nationalmannschaft markiert das Ende einer vergleichsweise kurzen, aber bemerkenswert effizienten DFB-Karriere. Groß stieß erst spät mit 32 Jahren zur A-Auswahl, etablierte sich dann jedoch rasch als verlässlicher Taktgeber im Mittelfeld, der weniger über spektakuläre Szenen als über strategisches Denken und sauberes Passspiel Wirkung entfaltete. Dass ein Spieler mit dieser Rolle nach nur 19 Länderspielen freiwillig Schluss macht, unterstreicht die Tiefe des Umbruchs im deutschen Team.

DFB-Umbruch unter Klopp und Generationenwechsel

Mit Manuel Neuer, Antonio Rüdiger und nun Groß verabschieden sich innerhalb kurzer Zeit drei prägenden Figuren der jüngeren DFB-Geschichte. Parallel setzt Bundestrainer Jürgen Klopp beim Nations-League-Doppel-Aufgebot bewusst auf ein breites Feld von 44 Akteuren, um eine neue Hierarchie zu formen und Talenten größere Chancen zu geben. Groß verweist in seinem Statement ausdrücklich auf diesen Wandel und betont, es sei „Zeit, der neuen Generation nur das Beste zu wünschen". Sein Verzicht nimmt dem Bundestrainer eine knifflige Entscheidung ab und schafft zugleich Raum für jüngere Mittelfeldspieler, die sich dauerhaft im Kader festsetzen wollen.

Bedeutung für Brighton und Signalwirkung für Routiniers

Für Brighton & Hove Albion stärkt der Schritt die Rolle von Groß als Vereinsakteur ohne zusätzliche Belastung durch Reisen und Turniere, was bei einem intensiven Premier-League-Kalender sportlich bedeutsam sein kann. Zugleich sendet der Rücktritt ein Signal an andere Routiniers: Die neue DFB-Generation soll nicht im Schatten der Vorgänger stehen, sondern eigene Verantwortung übernehmen. Für Fans und Beobachter bedeutet das, dass die kommenden Länderspiele in der Nations League nicht nur sportlich, sondern auch personell zu einem Prüfstein werden, wie schnell und stabil dieser Generationenwechsel im deutschen Fußball gelingt.

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