Cahmpions League, Bayer Leverkusen

2:7 – Leverkusen verliert wildes Tor-Spektakel gegen PSG

21.10.2025 - 23:29:12

Rote Karten, Elfmeter-Drama und Traumtore: Leverkusen liefert sich mit PSG ein wahres Spektakel. Am Ende ist es fĂŒr Bayer 04 ein gebrauchter Tag und die erste Niederlage unter Trainer Hjulmand.

Neun Tore, zwei Platzverweise und zwei Elfmeter – in einem wilden und spektakulĂ€ren Spiel hat Bayer Leverkusen unter Trainer Kasper Hjulmand die erste Niederlage kassiert und ist dabei deutlich unter die RĂ€der gekommen. Am dritten Spieltag der Champions-League-Ligaphase unterlag die Werkself Titelverteidiger Paris Saint-Germain klar mit 2:7 (1:4). 

Vor 30.210 Zuschauern im ausverkauften Leverkusener Stadion trafen Willian Pacho (7. Minute), Desiré DouĂ© (41./45.+3), Chwitscha Kwarazchelia (44.), Nuno Mendes (50.), Ousmane DembĂ©lĂ© (66.) und Vitinha (90.) fĂŒr PSG. Aleix Garcia (37.) hatte durch einen verwandelten Elfmeter zwischenzeitlich den Ausgleich fĂŒr die Werkself erzielt und in der zweiten HĂ€lfte (54.) mit einem weiteren Treffer verkĂŒrzt.

Schon vor der Partie hatte Hjulmand den Gegner als «vielleicht beste Mannschaft der Welt» bezeichnet. Die GĂ€ste aus Paris zeigten dann eindrucksvoll, dass der Trainer damit nicht so falsch lag – und das spĂŒrte auch das Publikum. Trotz der hohen Niederlage mit sieben Gegentoren empfingen die Bayer-Fans ihr Team lautstark mit kĂ€mpferischen, aufmunternden Rufen. Auch wĂ€hrend des Spiels hatten die Zuschauer nie die UnterstĂŒtzung eingestellt.

Hjulmand Ă€rgerte sich vor allem ĂŒber die drei Gegentore kurz vor der Pause: «Wir haben das Spiel in sieben Minuten verloren, wir waren gerade zurĂŒck im Spiel - und dann wollten wir zu viel, waren zu offen und haben zu viele Fehler gemacht», sagte der Trainer beim Online-Sender Amazon Prime Video.

Garcia: «Wir sind ein junges Team und mĂŒssen uns verbessern»

«Wir mĂŒssen das analysieren, wir sind ein junges Team und mĂŒssen uns verbessern», sagte Leverkusens DoppeltorschĂŒtze Aleix Garcia. WĂ€hrend PSG zumindest vorĂŒbergehend die TabellenfĂŒhrung in der Königsklasse ĂŒbernimmt, steht Bayer 04 nach zwei Unentschieden aus den ersten beiden Partien nach drei Spieltagen weiter bei nur zwei Punkten und gerĂ€t zunehmend unter Druck.

Trotz der spielerischen StĂ€rke brauchte es fĂŒr das Team von Luis Enrique, das von seinen AnhĂ€ngern mit einer blau-weiß-roten Choreographie empfangen worden war, zunĂ€chst nur einen Standard fĂŒr die frĂŒhe FĂŒhrung: Nach sieben Minuten verwertete Ex-Frankfurter Pancho eine Ecke mĂŒhelos per Kopf ins linke Eck.

Grimaldo versagen vom Punkt die Nerven

Trotz des unglĂŒcklichen Starts zeigte sich die Werkself mutig, lief aber zunĂ€chst vor allem hinterher und wartete auf Konter-Situationen. Die Chance zum Ausgleich bot sich in der 24. Minute: Nach einem Handspiel von lIlya Zabarny im Zweikampf mit Claudio Echeverri im Strafraum gab es Elfmeter. Doch der zuletzt so torgefĂ€hrliche Alejandro Grimaldo scheiterte am rechten Pfosten.

Die Werkself fand trotz dieses RĂŒckschlags immer besser ins Spiel, wurde aber jĂ€h gestoppt: KapitĂ€n Robert Andrich traf DouĂ© unglĂŒcklich am Kopf, sah zunĂ€chst Gelb und flog nach VAR-ÜberprĂŒfung mit Rot vom Platz (31.). Doch die Überzahl der GĂ€ste hielt nur kurz, denn bei PSG sah Zabaryani nur fĂŒnf Minuten spĂ€ter fĂŒr eine Notbremse Rot (37.).

Ausgleich und ein Zehn-gegen-Zehn

Den fĂ€lligen Elfmeter verwandelte Aleix Garcia souverĂ€n in die rechte untere Ecke – aus Unterzahl und RĂŒckstand wurde der Ausgleich und ein Zehn-gegen-Zehn. Doch das Spiel blieb turbulent und Paris antworte eiskalt. Innerhalb von nur sieben Minuten legte der Titelverteidiger drei Treffer nach und zeigte dabei seine Extraklasse.

Nach der Pause setzten die GĂ€ste ihr starkes Spiel fort: Nach einem prĂ€zisen Steckpass von Vitinha traf der aufgerĂŒckte Mendes ins kurze Eck und bejubelte den fĂŒnften PSG-Treffer. Leverkusen und allen voran Aleix Garcia zeigten sich jedoch ungebrochen: Aus rund 25 Metern hĂ€mmerte der Spanier den Ball fast aus dem Stand perfekt ins rechte Kreuzeck und verkĂŒrzte auf 2:5. 

Doch spĂ€testens der nĂ€chste Treffer zog den kĂ€mpferischen Leverkusenern dann endgĂŒltig den Stecker: Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung traf Weltfußballer und Ex-Dortmunder DembĂ©lĂ© bei seinem Comeback nach rund sechs Wochen Verletzung zum achten Tor der Partie. Danach ebbte das Offensivfeuerwerk merklich ab, doch kurz vor Schluss setzte PSG noch den Schlusspunkt zum 2:7.

@ dpa.de