FIFA, UEFA

Nach FIFA-Krisensitzung: UEFA droht weiter mit Boykott

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 16:39 Uhr | dpa.de

Trotz des RĂŒckzugs der umstrittenen InvestorenplĂ€ne der FIFA hĂ€lt die UEFA an ihrer Boykottdrohung fest. Der Kontinentalverband hĂ€lt den Druck auf FIFA-PrĂ€sident Infantino aufrecht.

FIFA-PrÀsident Gianni Infantino steht weiter stark unter Druck. - Bild: STR/AP/dpa
FIFA-PrÀsident Gianni Infantino steht weiter stark unter Druck. - Bild: STR/AP/dpa

Die EuropĂ€ische Fußball-Union UEFA droht auch nach dem EingestĂ€ndnis eines Fehlers von FIFA-PrĂ€sident Gianni Infantino beim gescheiterten Investorendeal weiter mit einem WM-Boykott. Die Voraussetzungen seien nicht erfĂŒllt, um die Drohung zurĂŒckzunehmen, erklĂ€rte die UEFA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Erstens mussten die VorschlĂ€ge zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurĂŒckgezogen werden. Zweitens mussten Zusicherungen gegeben werden, dass solche Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden.»

DarĂŒber hinaus bekrĂ€ftigte die UEFA, dass das Vertrauen in Infantino verloren gegangen sei. An dieser Haltung halte man fest, stellte der Verband klar. «Die gestrige Bekanntgabe, dass einige Angestellte des FIFA-PrĂ€sidenten (deren Karriere von seiner Gunst abhĂ€ngt) ihm zustimmen, Ă€ndert nichts daran», hieß es vom Kontinentalverband weiter.

Infantino erhĂ€lt bei Notfallsitzung «uneingeschrĂ€nkte UnterstĂŒtzung»

Zuvor hatte Infantino nach einer fĂŒr ihn gelungenen Notfallsitzung des Weltverbands in Marokko ein positives Fazit gezogen. FIFA-GeneralsekretĂ€r Mattias Grafström und die anwesenden Mitglieder des Management-Boards hĂ€tten «ihre uneingeschrĂ€nkte UnterstĂŒtzung» fĂŒr Infantino bekrĂ€ftigt, «als den einzigen AmtstrĂ€ger, der von den 211 FIFA-MitgliedsverbĂ€nden gewĂ€hlt wurde», hieß es in einer Mitteilung spĂ€ten Mittwochabend.

Infantino hatte zuletzt fĂŒr eine Welle der Empörung in der Fußball-Welt gesorgt, als InvestorenplĂ€ne bekannt wurden. Er wollte Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbands an private Investoren verkaufen. Der FIFA-Chef lenkte zwar ein und verwarf die Idee - dennoch formiert sich vor allem in Europa heftiger Widerstand gegen ihn. Die aktuelle Krise könnte das Ende von Infantinos inzwischen zehnjĂ€hriger Amtszeit als FIFA-PrĂ€sident bedeuten.

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