Heidenheim, Union-Rekord

Heidenheim verhindert Union-Rekord: Remis in Berlin

24.02.2024 - 17:32:41 | dpa.de

Union Berlin bleibt unter Trainer Bjelica zu Hause ungeschlagen. Ein Club-Rekord wird gegen Heidenheim von den Eisernen aber verpasst. Der Aufsteiger kann seinen Drei-Punkte-Vorsprung verteidigen.

Unions Benedict Hollerbach (l) im Duell mit Patrick Mainka vom 1. FC Heidenheim. - Foto: Andreas Gora/dpa
Unions Benedict Hollerbach (l) im Duell mit Patrick Mainka vom 1. FC Heidenheim. - Foto: Andreas Gora/dpa

Der 1. FC Heidenheim hat sein Image als frecher Aufsteiger untermauert und Union Berlin einen Club-Rekord verwehrt. Nikola Dovedan (3. Minute) mit einem Blitztor und Jan-Niklas Beste (71.) mit einem feinen Lupfer erzielten die Treffer fĂŒr Heidenheim zum 2:2 (1:2) im Stadion an der Alten Försterei.

Der Hauptstadt-Club war durch Tore von Robin Gosens (44.) und Andras SchĂ€fer (45.+2) schon auf dem Weg zum fĂŒnften Heimsieg nacheinander - eine nun weiter unerreichte Serie von Union in der Fußball-Bundesliga. 

Durch das Remis wahrte Heidenheim den Drei-Punkte-Vorsprung auf die Eisernen und kann mit 28 ZÀhlern dem Saisonschlussspurt nach nun zehn Spielen mit nur einer Niederlage vergleichsweise gelassen entgegenblicken. Union bleibt mit 25 Punkten in der unteren TabellenhÀlfte hÀngen und kann sich im Abstiegskampf noch nicht entspannen.

Girlande aus TennisbÀllen

Wie einen Siegerkranz hatten die Union-Fans eine Girlande aus TennisbĂ€llen als Erinnerung an den erfolgreichen Protest gegen die InvestorenplĂ€ne der DFL auf ihrer TribĂŒne aufgehĂ€ngt. Das vor dem Anpfiff kollektiv gesungene Geburtstagslied fĂŒr KapitĂ€n Christopher Trimmel (37) war gerade verklungen, da war es aber mit allen Feierlichkeiten der Köpenicker vorbei. Ein verunglĂŒckter Kopfball von Kevin Vogt diente Heidenheims Dovedan als perfekte Vorlage zu seinem ersten Bundesliga-Tor. 

Einen RĂŒckstand hatte es in den bislang vier allesamt siegreich absolvierten Heimspielen unter Trainer Nenad Bjelica nicht gegeben. Offensiv lief bei den Unionern zunĂ€chst wenig zusammen. Nach einer halben Stunde setzte Brenden Aaronson zu einem Solo an, rannte sich aber zu naiv in der Heidenheimer Abwehr fest. Zuvor hĂ€tte Beste (24.) bei einem Konter fĂŒr die GĂ€ste erhöhen können, zögerte aber zu lange und wurde von Josip Juranovic geblockt. 

Gosens trifft und sieht Gelb

Ein HalbzeitrĂŒckstand schien fĂŒr die Berliner realistisch. Da revanchierten sich die Heidenheimer plötzlich unfreiwillig mit Vorlage-Geschenken. Eine harmlose Freistoßflanke von Juranovic ließen drei GĂ€ste-Spieler unnötig passieren, Patrick Mainka legte im Fallen fĂŒr Gosens vor, der nur noch einschieben musste. Ärgerlich fĂŒr den Nationalspieler: Nach einer GrĂ€tsche gegen Dovedan sah er seine fĂŒnfte Gelbe Karte und fehlt in der kommenden Woche gegen Borussia Dortmund.

Kurz nach dem Ausgleich leistete sich Tim Kleindienst einen unfassbaren Fehlpass im Mittelfeld. SchĂ€fer nahm den Ball gerne an und schoss unter Mithilfe von Aaronsons RĂŒcken als Bande zur Union-FĂŒhrung ein. Zum Missfallen von Bjelica wurde diese nach einem schwungvollen Start in die zweite Halbzeit mehr oder wenige aktiv verwaltet - und letztlich noch verspielt. Beste sah bei einem Konter den zu weit vor seinem Tor platzierten Union-Schlussmann Frederik Rönnow und schoss zum Ausgleich ein. 

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