Italien vergieĂt TrĂ€nen nach dramatischem Doppel-K.o.
23.07.2025 - 06:07:37 | dpa.deItaliens FuĂball-Ikone Cristiana Girelli weinte bitterlich, als sie nach dem spĂ€ten Doppel-K.o. im EM-Halbfinale gegen England vor die Kameras trat. Eine Reporterin reichte ihr ein Taschentuch, es half nur wenig. «NatĂŒrlich haben wir uns dieses Finale gewĂŒnscht, denn es hĂ€tte wirklich etwas Unglaubliches, etwas AuĂergewöhnliches bedeutet», sagte die 35 Jahre alte StĂŒrmerin, die wegen eines Krampfs vorzeitig ausgewechselt worden war. «Leider sollte es nicht sein. FuĂball gibt, FuĂball nimmt.»Â
Bis tief in die Nachspielzeit hinein deutete in Genf alles auf Italiens erste Final-Teilnahme bei einem groĂen Turnier seit 1997 hin. Dann der erste Schock: Michelle Agyemang (90.+6) trifft zum 1:1 - VerlĂ€ngerung. In dieser kommt das Unheil wieder spĂ€t: Emma Severini zieht Beth Mead im Strafraum zu Boden, Chloe Kelly tritt in der 119. Minute zum Elfmeter an und trifft im Nachschuss. 1:2. Abpfiff. Sie habe «wirklich eine unglaubliche Bitterkeit im Mund», sagte Girelli.
Italien zweifelt Elfmeterpfiff an
«Wir waren eine Minute vom Finale entfernt. Die Spielerinnen hĂ€tten ein anderes Ende verdient gehabt. Das ist eine bittere Niederlage. Das ist etwas, das weh tut. Aber wir mĂŒssen stolz auf das sein, was wir erreicht haben», sagte Italiens Trainer Andrea Soncin. Die Szene, die zum Elfmeter fĂŒhrte, habe er sich nach dem Spiel kurz angeschaut: «Sie haben sich gegenseitig festgehalten. War es ein Elfmeter? Ich weiĂ es nicht.»
Auch Sofia Cantore, die das zwischenzeitliche 1:0 von Barbara Bonansea (33.) stark vorbereitet hatte, zweifelte den Pfiff von Schiedsrichterin Ivana Martincic an. «Wenn man so einen Elfmeter in der letzten Minute bekommt, tut das natĂŒrlich noch mehr weh», sagte die 25 Jahre alte Offensivspielerin.
Mit dem Gesamtauftritt von Le Azzurre war sie zufrieden: «Ich will nicht sagen, dass wir das Spiel dominiert haben, denn das ist wahrscheinlich nicht der Fall, aber wir haben sie gut in Schach gehalten», fand Cantore. Teamkollegin Manuela Giugliano Ă€uĂerte sich offensiver: «Meiner Meinung nach hat England den Sieg nicht verdient», sagte die 27-JĂ€hrige von der AS Rom: «Wir haben alles gegeben und ich glaube nicht, dass wir etwas bereuen.»
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