Kanzler Scholz jubelt: Handballer stehen in Hauptrunde
14.01.2024 - 22:02:16 | dpa.deDeutschland Handballer haben die EM-Euphorie im eigenen Land weiter angeheizt und den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde perfekt gemacht.
Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason feierte beim 34:25 (18:13) in Berlin gegen AuĂenseiter Nordmazedonien den zweiten souverĂ€nen Vorrundensieg und schĂŒrte weiter Hoffnungen auf eine erfolgreiche Medaillen-Mission. Vor den Augen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und insgesamt 13.571 Zuschauern war Spielmacher Juri Knorr mit zehn Treffern bester Werfer fĂŒr die DHB-Auswahl. Â
Zum Abschluss der Vorrunde trifft Deutschland am Dienstag auf Rekord-Weltmeister Frankreich. Ein Remis reicht zum Gruppensieg. Der Olympiasieger hatte zuvor in seinem zweiten Vorrundenspiel gepatzt und sich mit einem 26:26 gegen die Schweiz zufriedengeben mĂŒssen. AnschlieĂend geht es fĂŒr das DHB-Team, das vom Einzug ins Halbfinale trĂ€umt, in Köln weiter.
Papa HĂ€fner fehlt
«GefĂŒhlt geht es nochmal neu los», hatte DHB-Sportvorstand Axel Kromer vor dem Anpfiff mit Blick auf die ungewohnt lange Vier-Tage-Pause seit dem Auftaktsieg gegen die Schweiz gesagt. Der Bundestrainer hingegen warnte vor dem «unbĂ€ndigen Willen und der EmotionalitĂ€t» des Gegners vom Balkan. Die Sorge war unberechtigt.
Ohne den gerade zum zweiten Mal Vater gewordenen Kai HĂ€fner, fĂŒr den U21-Weltmeister Nils Lichtlein in den Kader rĂŒckte, nahm das DHB-Team den Kampf ab der ersten Sekunde bravourös an. Die Abwehr mit dem Innenblock-Duo Johannes Golla und Julian Köster stand stabil und eröffnete Nordmazedonien kaum LĂŒcken. Gleichzeitig spielte Deutschland seine TempogegenstöĂe ĂŒber LinksauĂen Lukas Mertens erfolgreich aus und fĂŒhrte schnell mit 5:2.Â
Kromer lobt das Tempospiel
Gislason hatte seine Mannschaft hervorragend auf die Raffinessen des Gegners eingestellt. In der Verteidigung agierte das Balkan-Team mit verschiedenen Systemen, in der Offensive setzte der AuĂenseiter oft auf den zusĂ€tzlichen siebten Mann. In Trainer Kiril Lazarov stand der Star des Teams an der Seitenlinie. Der frĂŒhere Handball-Profi ist der beste Werfer der WM-Geschichte und war der erste Spieler mit ĂŒber 1000 Europapokaltreffern. Die vielen technischen Fehler seiner MĂ€nner konnte aber auch er nicht verhindern.Â
Und obwohl Julian Köster zunĂ€chst einige aussichtsreiche Torchancen liegen lieĂ, spielte sich das deutsche Team mehr und mehr in einen Rausch. Zwischenzeitlich betrug die FĂŒhrung beim 16:9 sieben Tore. «Wir haben ein super Tempospiel an den Tag gelegt», lobte Kromer zur Halbzeit und Ă€uĂerte mit Blick auf die AggressivitĂ€t: «Sicherlich geht noch ein bisschen mehr in der Abwehr.»
Gislason tobt an der Seitenlinie
Mit einem 3:0-Lauf startete die DHB-Auswahl nach der Pause. Torwart David SpĂ€th, der nach 22 Minuten fĂŒr den glĂŒcklosen Andreas Wolff zwischen die Pfosten gerĂŒckt war, glĂ€nzte mit mehreren Paraden und heizte die ausverkaufte Mercedes-Benz Arena so richtig an. Daran Ă€nderten auch einige leichtsinnige Fehler im Angriffsspiel nichts.Â
Gislason reagierte mit einer Auszeit, tobte und forderte beim Stand von 22:17 mehr Disziplin. Die Ansprache des IslĂ€nders wirkte und das DHB-Team baute seine FĂŒhrung wieder auf sieben Tore aus. Gislason wechselte nun munter durch und gab EM-Neuling Martin Hanne und U21-Weltmeister Justus Fischer Einsatzminuten. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Die deutschen EM-Festwochen gehen weiter.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

