Kopfsache: Handballer brauchen gegen Ungarn mentale StÀrke
22.01.2024 - 07:40:43 | dpa.deNach dem Fehler-Festival der deutschen Handballer gegen Ăsterreich wird das wegweisende EM-Duell mit Ungarn fĂŒr die DHB-Auswahl zur Kopfsache. Mentale StĂ€rke ist an diesem Montag (20.30 Uhr/ZDF und Dyn) gefragt, um mit einem Sieg die Chance auf den Einzug ins Halbfinale zu wahren.
Trotz der enormen Drucksituation fĂŒr das Team von Bundestrainer Alfred Gislason bemĂŒhen die Verantwortlichen vor der Partie aber nicht extra einen Sportpsychologen. «Wir werden da nicht aktiv», sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.Â
Allerdings stehe es jedem Spieler frei, eigenstÀndig Rat zu suchen. «Die meisten Nationalspieler haben in ihrem privaten oder sportlichen Umfeld Zugriff auf einen Sportpsychologen. Wenn jemand jetzt Bedarf hat, besteht die Möglichkeit, dort anzurufen und sich beraten zu lassen», sagte Kromer.
Der Deutsche Handballbund hatte in der Vorbereitung auf die Heim-EM mit dem Sportpsychologen Hans-Dieter Hermann zusammengearbeitet. Der 63-JĂ€hrige arbeitet seit 2004 auf mentalem Gebiet fĂŒr die deutsche FuĂball-Nationalmannschaft. «Wir hatten ein sehr gutes Meeting mit Hans-Dieter Hermann, aber ich möchte seine Rolle nicht ĂŒberbewerten. Das ist sicher nicht bei jedem Spieler prĂ€sent, wenn er in die Halle einlĂ€uft», sagte Kromer.
Nach Ansicht des 47-JĂ€hrigen seien kurzfristig ohnehin keine mentalen Wunderdinge zu erwarten. «Kein Mensch kommt einmal zum Vortrag zur Nationalmannschaft und gibt den Spielern den SchlĂŒssel an die Hand nach dem Motto: genauso mĂŒsst ihr es machen», sagte Kromer und bekrĂ€ftigte: «Und es kommt auch kein Mensch, wenn es nicht lĂ€uft, und lĂ€sst die Spieler ĂŒber glĂŒhende Kohlen laufen, damit sie wieder Spiele gewinnen.»
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