Handballer dank Wolff in EM-Form: Sieg gegen Kroatien
11.01.2026 - 19:36:23Dank eines herausragenden Andreas Wolff im Tor haben die deutschen Handballer ihre EM-Generalprobe bestanden und sich mit dem zweiten Testspiel-Sieg gegen Angstgegner Kroatien auf das Turnier eingestimmt. Die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason knĂŒpfte an die starke Leistung vom Donnerstag in Zagreb an und setzte sich in Hannover mit 33:27 (16:12) gegen den Vize-Weltmeister durch.
Vor 10.427 Zuschauern waren Lukas Zerbe und Renars Uscins mit jeweils fĂŒnf Toren beste deutsche Werfer gegen die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Wolff hatte mit 20 Paraden und einem Tor den gröĂten Anteil am Sieg. Gleich zweimal hielt der Routinier einen Siebenmeter.
Wann reist das DHB-Team ins EM-Quartier?
Nach einem Medientag am Montag reist der DHB-Tross am Dienstag in sein bereits aus dem Vorjahr bekanntes EM-Quartier nach Silkeborg in DĂ€nemark. Am Donnerstag startet der Olympia-Zweite im rund 30 Minuten entfernten Herning gegen Ăsterreich ins Turnier. Die Vorrundenspiele gegen Serbien und Spanien finden anschlieĂend im Zwei-Tages-Rhythmus statt.
Nur die beiden bestplatzierten Teams jeder Vorrundengruppe erreichen die zweite Turnierphase, die Hauptrunde. Dort wĂŒrde Deutschland voraussichtlich auf Olympiasieger DĂ€nemark, Titelverteidiger Frankreich sowie den WM-Vierten Portugal und Norwegen treffen. Angesichts dieser schweren Auslosung sprach Gislason vom schwierigsten Turnier seiner Trainerkarriere.
Deutschland kann sich auf Abwehr verlassen
Wie schon beim 32:29 in Zagreb konnte sich Deutschland auf seine TorhĂŒter verlassen. Andreas Wolff, der fĂŒr David SpĂ€th in die Anfangsformation rĂŒckte, demonstrierte mit zehn Paraden bis zur Pause frĂŒh seine Weltklasse. Zudem half dem DHB-Keeper sein Innenblock um Tom Kiesler. Gemeinsam mit KreislĂ€ufer Justus Fischer provozierte der DHB-Neuling immer wieder Ballverluste der Kroaten und sorgte dafĂŒr, dass die Hausherren fĂŒnf Minuten vor der Pause erstmals mit vier Toren (13:9) fĂŒhrten.Â
Gislason wirkte an der Seitenlinie ungewohnt zufrieden und quittierte die SpielzĂŒge seiner SchĂŒtzlinge immer wieder mit Applaus oder einem Daumen nach oben. Im Angriff betrieb vor allem LinksauĂen Lukas Mertens mĂ€chtig Eigenwerbung fĂŒr mehr Spielzeit. «Wir machen es vorn gut. Wir sind ruhig», bilanzierte der Magdeburger zur Halbzeit.
Wie in Zagreb: Deutschland bricht kurzzeitig ein
Wie schon am Donnerstag verschlief Deutschland den Start in die zweite Halbzeit komplett. Innerhalb von fĂŒnf Minuten stellte Kroatien auf 17:17 und Gislasons Miene verdunkelte sich schlagartig. Erst als in Juri Knorr, Julian Köster und KapitĂ€n Johannes Golla das Stammpersonal auf dem Parkett stand, verringerte sich die Fehlerquote.
Mit einem 4:0-Lauf stellten die Gastgeber wieder auf 24:19 und brachten ihren Vorsprung ins Ziel. Als einziger Spieler kam LinksauĂen Rune Dahmke in beiden Testspielen nicht zum Einsatz. Seine EM-Nominierung zulasten des Berliners Tim Freihöfer hatte Gislason im Vorfeld Kritik eingebracht.


