Sticheleien, Teamchefs

Sticheleien unter Teamchefs: Wolff kontra Horner

25.11.2023 - 07:54:28

Der Mercedes-Boss hĂ€lt sich nicht zurĂŒck. Er sagt, was er von den Aussagen seines Red-Bull-Kollegen ĂŒber eine angebliche Anfrage aus dem Umfeld von Formel-1-Superstar Hamilton denkt.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat in der Saga um einen angeblichen Kontakt aus dem Umfeld von Lewis Hamilton zu Red Bull genervt gekontert. Der Mitbesitzer des Rennstalls stichelte dabei gegen seinen Kollegen Christian Horner, der die Dauer-Diskussion beim Finale der Formel-1-Saison in Abu Dhabi ausgelöst hatte.

Man frage sich schon, warum im letzten Rennen so eine Story aufkomme, sagte Wolff beim Sender Sky. Zuvor hatte er Horner, der in diesem Jahr mit einem Team praktisch alles gewann, zu Demut geraten.

Horner habe ein bisschen Medienaufmerksamkeit haben wollen, indem er den Namen von Hamilton nenne, sagte Wolff bei Sky weiter. «Wenn er das braucht, dann soll er das machen», betonte der sichtlich genervte Boss des deutschen Werksteams, fĂŒr das Hamilton seit 2013 fĂ€hrt. Seinen Vertrag hatte er im August dieses Jahres bis Ende 2025 verlĂ€ngert.

Horner hatte in der britischen «Daily Mail» gesagt, dass es im Laufe der Jahre mehrere GesprĂ€che ĂŒber einen möglichen Wechsel von Hamilton gegeben habe. «Sie haben ein paar Mal angefragt. Zuletzt gab es eine Anfrage, ob Interesse bestehen wĂŒrde, Anfang des Jahres.»

Horner: Gab nie ernsthafte GesprÀche mit Hamilton

Auch ĂŒber angeblich ernsthafte GesprĂ€che von Lewis Hamilton mit Ferrari-Chef John Elkann hatte Horner gesprochen. Der Eindruck entstand, dass Hamilton vor seiner neuen Unterschrift die Lage bei der Konkurrenz ausgelotet hĂ€tte.

Im Fahrerlager von Abu Dhabi prĂ€zisierte Horner dann, mit wem er Kontakt gehabt hatte: Mit Hamiltons Vater Anthony. In der offiziellen Pressekonferenz spielte er das Thema dabei herunter und demonstrierte seine Verwunderung ĂŒber die Auswirkungen seiner Aussagen. Er betonte zudem, dass es nie ernsthafte GesprĂ€che mit Lewis Hamilton gegeben habe. Es sei ja gar kein Platz frei bei Red Bull.

Kollege Wolff stellte klar: Anthony Hamilton sei seit 2010 nicht mehr involviert ins Management des siebenmaligen Weltmeisters. Dieser hatte wiederum erklĂ€rt, dass er von Horner eine Nachricht bekommen, diese aber erst einige Zeit spĂ€ter wegen eines Handywechsels gesehen habe. «Ich spreche stĂ€ndig mit Lewis. Auch ĂŒber jede einzelne WhatsApp, die er bekommen hat. Auch ĂŒber die, wo er quasi ausgetestet worden ist, wie das vertraglich aussieht», sagte Wolff bei Sky.

@ dpa.de