Weltverbandschef: Horner-Angelegenheit schadet dem Sport
02.03.2024 - 14:40:30 | dpa.deDer Internationale Automobilverband will in der pikanten Angelegenheit um Red Bulls Formel-1-Teamchef Christian Horner derzeit keine eigenen Ermittlungen anstellen. Das sagte der PrÀsident der Fia, Mohammed Ben Sulayem, der «Financial Times».
Der 62-JĂ€hrige aus Dubai erklĂ€rte nach einem GesprĂ€ch mit Horner aber auch: «Es schadet dem Sport. Es schadet auf einer menschlichen Ebene.» Horner war von einer Mitarbeiterin unangemessenes Verhalten vorgeworfen worden. Nach der Untersuchung durch einen unabhĂ€ngigen Anwalt hatte der Mutterkonzern Red Bull am vergangenen Mittwoch erklĂ€rt, dass die Beschwerde abgelehnt wurde.Â
Einen Tag spĂ€ter wurden von anonymen Adressen E-Mails versendet mit einem Link zu angeblichen Dateien in der Angelegenheit. Zuvor hatten Horners Teamchef-Kollegen Toto Wolff von Mercedes und Zak Brown von McLaren mehr Transparenz gefordert und auch die Fia in die Pflicht genommen. Â
Ben Sulayem erklĂ€rte, dass die Fia keine Ermittlung einleiten wĂŒrde, weil sie keine formale Beschwerde darĂŒber erhalten habe. Er lehnte es ab, ĂŒber Inhalte aus dem GesprĂ€ch mit Horner zu reden, betonte aber, dass ein Anwalt im Auftrag von Red Bull eine grĂŒndliche Untersuchung durchgefĂŒhrt habe. Horner, 50 Jahre alt und seit dem Einstieg des österreichischen Unternehmens mit dem Rennstall Red Bull Racing der Teamchef, hat die VorwĂŒrfe immer bestritten.Â
Der Fia-Chef ergĂ€nzte, dass es wichtig sei, «den Sport vor all dem zu schĂŒtzen» und wies auf die Bedeutung des Saisonauftakts in Bahrain und die PopularitĂ€t der Serie hin. «Schauen Sie sich den Wettbewerb ab. Warum sollten wir das mit Negativem ĂŒberschatten», sagte Ben Sulayem. Eine Reaktion eines Verantwortlichen der Formel 1 gab es vorerst auf dem Kurs in Sakhir nicht.Â
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