Formel 1: Hamilton holt Pole, Antonelli greift nach WM-Titel
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 23:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSStartaufstellung und Titelrechnung
- Lewis Hamilton holte im Ferrari in Mexiko-Stadt seine 105. Pole-Position.
- George Russell startet als Zweiter, Charles Leclerc als Dritter für Ferrari.
- Max Verstappen fällt nach einer Strafe auf Startplatz fünf zurück.
Antonelli startet in Mexiko aus der zweiten Reihe
Kimi Antonelli kann beim Großen Preis von Mexiko-Stadt vorzeitig Formel-1-Weltmeister werden, obwohl er in der Qualifikation nur Rang fünf belegte. Wegen einer Strafe gegen Max Verstappen startet der 20 Jahre alte Mercedes-Pilot von Platz vier, und bereits Rang neun würde ihm zum Titel reichen.
Hamilton holt Pole für Ferrari
Lewis Hamilton sicherte sich im Ferrari die Pole-Position. Für den 41 Jahre alten Briten ist es die 105. Pole seiner Karriere, die erste für Ferrari in diesem Jahr und die erste seit mehr als drei Jahren.
Russell startet neben Hamilton
George Russell kam im zweiten Mercedes auf Rang zwei, Charles Leclerc wurde Dritter im Ferrari. Russell liegt 123 Punkte hinter Antonelli, Hamilton folgt mit 124 Punkten Rückstand; beide haben rechnerisch noch Titelchancen.
Vettel könnte als jüngster Champion abgelöst werden
Mit mindestens zwei Punkten wäre Antonelli nicht mehr einzuholen. Er würde dann Sebastian Vettel als jüngsten Weltmeister ablösen, der 2010 bei seinem ersten Titel über 23 Jahre alt war.
Antonelli bleibt trotz Druck fokussiert
Vor dem Qualifying kühlte sich Antonelli mit einem großen Eisbeutel auf dem Kopf ab. Teamchef Toto Wolff lobte die Fokussierung seines Fahrers, der zuletzt in Austin die Pole-Position und seinen neunten Saisonsieg gefeiert hatte.
Rote Flaggen bremsen Qualifying
Eine Unterbrechung durch Fernando Alonso erschwerte Antonelli den Auftakt. Der Aston-Martin-Pilot musste seinen Wagen im Bereich Foro Sol abstellen, anschließend arbeitete sich Antonelli durch die Qualifikationsabschnitte.
Antonellis Ausgangslage verbindet sportliche Dominanz über die Saison mit einer ungewöhnlich niedrigen rechnerischen Schwelle für die Entscheidung. Zwei Punkte genügen ihm im Rennen, weil seine beiden verbliebenen Verfolger George Russell und Lewis Hamilton selbst bei einem maximalen Ergebnis nicht mehr vorbeiziehen können, sobald der Mercedes-Fahrer mindestens Platz neun erreicht.
Eine Entscheidung mit mehreren Schauplätzen
Für Mercedes geht es damit nicht nur um den Fahrertitel, sondern auch um die interne Rollenverteilung: Russell startet direkt hinter Hamilton, während beide theoretisch noch Chancen besitzen. Hamiltons Pole verschärft zugleich den sportlichen Kontrast zwischen seiner starken Einzelrunde und dem möglichen Titelgewinn seines deutlich jüngeren Teamkollegen.
Antonelli könnte Sebastian Vettel als jüngsten Formel-1-Weltmeister ablösen. Der Vergleich macht die mögliche Bedeutung des Rennens greifbar: Vettel war bei seinem ersten Titel 2010 bereits über 23 Jahre alt, Antonelli ist 20.
Ferrari startet aus der ersten Reihe
Hamiltons Pole ist für Ferrari zudem ein Signal nach einer bislang ausbleibenden Pole-Position in dieser Saison. Charles Leclerc startet als Dritter, Max Verstappen wegen seiner Strafe als Fünfter. Für Antonelli steht damit ein taktisch anspruchsvolles Rennen bevor: Er muss nicht gewinnen, darf aber die Punkteränge nicht aus dem Blick verlieren.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: „Antonelli voll auf Titel-Kurs: Verstappen pfeift nach Zwischenfall Ex-Teamkollegen an“ (31.10.2026)
Der Artikel ordnet Antonellis Ausgangslage vor dem Qualifying ein und hebt hervor, dass ihm im Rennen Platz neun zum Titel reicht. Einen anderen Schwerpunkt setzt er auf den Trainingszwischenfall zwischen Max Verstappen und Liam Lawson, der für die Strafversetzung Verstappens relevant wurde.
Stern: „Formel 1: Eine Winzigkeit: Antonelli Zweiter um eine Tausendstel“ (31.10.2026)
Der Beitrag beschreibt Antonellis starke Ausgangsform anhand des letzten freien Trainings und nennt erneut die Zwei-Punkte-Schwelle. Anders als die dpa-Meldung konzentriert er sich auf die Vorbereitung und den knappen Rückstand im Training; offen bleibt dort der Ausgang des Qualifyings.
Beide Beiträge bestätigen Antonellis komfortable Titelchance, setzen aber unterschiedliche Akzente: Der eine beleuchtet den Zwischenfall um Verstappen, der andere Antonellis Trainingsleistung vor dem Qualifying.
