Formel 1 Singapur, Max Verstappen

Formel 1 Singapur: Verstappen holt Sprint-Pole im Chaos

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 15:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Max Verstappen startet in Singapur von der Pole in das letzte Formel-1-Sprintrennen des Jahres. Eine Kollision von Sergio Perez und ein Ausfall des Zeitmesssystems sorgten für eine ungewöhnlich turbulente Qualifikation.

Max Verstappen ist in der Sprint-Qualifikation nicht zu schlagen. - Bild: Ng Han Guan/AP/dpa
Max Verstappen ist in der Sprint-Qualifikation nicht zu schlagen. - Bild: Ng Han Guan/AP/dpa

Max Verstappen hat sich in einer von einem Unfall und Problemen mit dem Zeitmesssystem geprägten Qualifikation die Pole Position für das letzte Formel-1-Sprintrennen des Jahres in Singapur gesichert.

Russell startet aus Reihe eins

Der Red-Bull-Fahrer aus den Niederlanden verwies Mercedes-Pilot George Russell auf den zweiten Platz. „Ich bin natürlich glücklich, Erster zu sein“, sagte der durchgeschwitzte Verstappen nach der Qualifikation.

Charles Leclerc belegte im Ferrari Rang drei für den Sprint am Samstag um 11.00 Uhr. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli musste sich im zweiten Mercedes mit Platz sieben begnügen. Nico Hülkenberg kam im Audi nach Getriebeproblemen im einzigen Freien Training auf Position zwölf.

Perez sorgt für erste Unterbrechung

Nach knapp sechs Minuten im ersten Qualifikationsabschnitt wurden die Roten Flaggen geschwenkt. Sergio Perez krachte mit seinem Cadillac in Kurve vier in die Streckenbegrenzung und beschädigte die Front seines Autos schwer. Streckenposten räumten anschließend die Trümmerteile weg.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts wurde die Session erneut verzögert. Nach Angaben der Regelhüter gab es ein Problem mit dem Zeitmesssystem, sodass mehrere Rundenzeiten nicht erfasst wurden und zunächst unklar war, welche Fahrer weitergekommen waren.

Verstappen bleibt ruhig

Das technische Problem wurde behoben, anschließend konnte die Qualifikation fortgesetzt werden. Die Unterbrechung erinnerte an die Schwierigkeiten beim Grand Prix in Malaysia am vergangenen Sonntag, als Software-Probleme die Autos vorübergehend ausgebremst hatten.

Der Sprint führt über 100 Kilometer beziehungsweise in Singapur über 21 Runden. Ein obligatorischer Reifenwechsel ist nicht vorgeschrieben. Der Sieger erhält acht Punkte, der Achte noch einen Zähler.

Singapur als Belastungsprobe

Der Marina Bay Street Circuit zählt zu den anspruchsvollsten Kursen im Formel-1-Kalender. Das Nachtrennen verbindet enge Kurven, Mauern ohne große Auslaufzonen und hohe Temperaturen mit einer ungewöhnlich langen Renndauer. Für die Fahrer bedeutet das eine hohe körperliche Belastung; für die Teams steigt zugleich die Bedeutung zuverlässiger Kühlung, präziser Abstimmung und fehlerfreier Kommunikation.

Die aktuelle Sprint-Pole verschafft Verstappen zunächst einen sportlichen Vorteil. Im Sprint werden zwar weniger Punkte vergeben als im Grand Prix, doch die Startposition kann strategisch wichtig sein: Auf dem engen Stadtkurs sind Überholmanöver schwierig, weshalb Track Position und ein sauberer Start besonders viel Gewicht haben. Russell steht dagegen nach seinem zuvor gemeldeten Rückschlag im WM-Kampf zusätzlich unter Druck.

WM-Kampf und technische Risiken

Mit Kimi Antonelli an der Spitze und Russell auf Rang sieben treffen in Singapur unterschiedliche Ausgangslagen aufeinander. Der Mercedes-Pilot verliert durch den schwächeren Sprint-Start zunächst Boden, während Verstappen mit dem ersten Platz seine Rolle als unmittelbarer Faktor im Spitzenfeld bestätigt.

Die Verzögerung durch das Zeitmesssystem und der Unfall von Sergio Perez zeigen zugleich, wie schnell sich die Abläufe auf einem Stadtkurs verändern können. Für die Teams bleiben deshalb nicht nur Reifenmanagement und Boxenstrategie entscheidend, sondern auch die Verarbeitung verlässlicher Renndaten. Der Sprint über 21 Runden bietet am Samstag eine erste Standortbestimmung, ohne die Entscheidung im anschließenden Grand Prix vorwegzunehmen.

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