Kimi Antonelli wird mit 20 Jahren Formel-1-Weltmeister
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 04:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAntonellis Weg an die Spitze
- Antonelli gewann den Titel beim Großen Preis von Mexiko mit Platz drei.
- Der Mercedes-Fahrer war bei der Krönung 20 Jahre und 68 Tage alt.
- Rosberg erlebte Antonellis frühe Jahre in der Rosberg Racing Academy.
Rosberg sieht Antonellis Entwicklung als außergewöhnlich
Nico Rosberg ist vom Aufstieg des neuen Formel-1-Weltmeisters Kimi Antonelli begeistert. Der frühere Champion sagte der Deutschen Presse-Agentur, Antonelli sei im Vorjahr nach enttäuschenden Leistungen und neun punktlosen Rennen beinahe entlassen worden.
Nun habe der Italiener die Saison als Weltmeister beendet, obwohl ein solcher Verlauf zu Jahresbeginn selbst für Experten kaum vorstellbar gewesen sei.
Frühe Verbindung über das Karting
Rosberg kennt Antonelli seit dessen Anfängen im Motorsport. Der heute 20-Jährige fuhr einst für die Rosberg Racing Academy, das Kartteam des Weltmeisters von 2016.
Rosberg sagte, Antonellis großes Talent sei bereits damals sichtbar gewesen. Im Karting habe der Fahrer aus Bologna zu den Besten gehört, die er je gesehen habe.
Antonelli sichert sich Titel in Mexiko
Zehn Jahre nach Rosbergs eigenem WM-Triumph mit Mercedes machte Antonelli den Titel beim Großen Preis von Mexiko vorzeitig perfekt. In Mexiko-Stadt reichte ihm Platz drei zur Krönung.
Mit 20 Jahren und 68 Tagen wurde Antonelli zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Rosberg führte dort auch das Siegerinterview mit dem neuen Champion.
Mercedes beendet lange Wartezeit
Antonellis Erfolg ist zugleich der erste Fahrer-Titel für Mercedes seit 2020. Der Italiener gewann die Weltmeisterschaft im 19. von 23 Saisonrennen; vier Rennen stehen nach der vorzeitigen Entscheidung noch aus.
Für Antonelli folgt damit auf eine schwierige Phase im Vorjahr der größte Erfolg seiner bisherigen Karriere. Rosbergs Rückblick verbindet diesen Wandel mit den frühen Eindrücken aus der gemeinsamen Karting-Zeit.
Kimi Antonellis Titelgewinn markiert den vorläufigen Höhepunkt einer ungewöhnlichen Entwicklung. Der Mercedes-Pilot sicherte sich die Weltmeisterschaft beim Großen Preis von Mexiko im 19. von 23 Saisonrennen. Mit 20 Jahren und 68 Tagen löste er Sebastian Vettel als jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte ab.
Der Erfolg steht zugleich für die Wirkung eines langfristigen Nachwuchsprogramms. Antonelli wurde früh von Mercedes gefördert und hatte bereits im Karting auf sich aufmerksam gemacht. Dass Nico Rosberg seine Anfänge in der eigenen Rosberg Racing Academy miterlebte, verbindet den aktuellen Triumph mit einer früheren Station seiner Laufbahn.
Vom Rückschlag zum Titel
Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zu Antonellis schwieriger Phase im Vorjahr. Nach Rosbergs Darstellung stand der Italiener damals wegen enttäuschender Leistungen unter Druck und blieb neun Rennen ohne Punkte. Der anschließende Titelgewinn zeigt, wie schnell sich die Bewertung eines jungen Fahrers in der Formel 1 verändern kann.
Für Mercedes beendet Antonellis Triumph zudem eine längere Durststrecke in der Fahrer-Weltmeisterschaft: Das Team stellte zuletzt 2020 den Champion. In der laufenden Saison bleiben nach der vorzeitigen Entscheidung noch vier Rennen, in denen Antonelli seine Position bestätigen und weitere Erfahrung sammeln kann. Für die Konkurrenz verschiebt sich der Schwerpunkt nun auf die Frage, wer sich hinter dem neuen Champion etabliert.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDF: „Formel 1: Antonelli ist jüngster Weltmeister aller Zeiten“ (01.11.2026)
Der Beitrag ordnet den Titel als vorzeitigen Erfolg im 19. von 23 Saisonrennen ein und hebt Antonellis Alter von 20 Jahren und 68 Tagen hervor. Zusätzlich stellt er den ersten Mercedes-Fahrertitel seit 2020 sowie Antonellis neun Siege und 16 Podestplätze in den Mittelpunkt.
Stern: „Kimi Antonelli mit 20 Jahren jüngster Formel-1-Weltmeister aller Zeiten“ (02.11.2026)
Der Artikel bestätigt den historischen Titelgewinn und nennt Antonelli als 36. Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Während ZDF den Saisonverlauf und die Teamdimension stärker beleuchtet, konzentriert sich der Stern stärker auf die historische Einordnung des Champions.
Beide Beiträge stimmen beim vorzeitigen Titelgewinn in Mexiko und beim Altersrekord überein. Unterschiede gibt es vor allem bei der Gewichtung: Im Vordergrund stehen einmal Saisonleistung und Mercedes, einmal die historische Einordnung.
