Bosse, Pérez

Bosse machen klar: Pérez steht bei Red Bull unter Druck

07.07.2024 - 04:00:39

Seit er einen neuen Vertrag bis Ende 2026 unterschrieben hat, geht wenig bei Sergio PĂ©rez. Das könnte zu personellen VerĂ€nderungen fĂŒhren. Wann ist offen. Und auch eine weitere Frage.

Sergio PĂ©rez steht bei Red Bull unter besonderer Beobachtung. Der Formel-1-Vizeweltmeister aus Mexiko befindet sich seit einiger Zeit in einem Formtief, den Großen Preis von Großbritannien an diesem Sonntag (16.00 Uhr MESZ/Sky) muss PĂ©rez von ganz hinten in Angriff nehmen. 

Er war in der Qualifikation im ersten Abschnitt von der Strecke abgekommen und im Kies stecken geblieben. «Es war ein dummer Fehler», rÀumte der 34-JÀhrige ein, er wurde nur 19. «Es kommt alles zusammen», sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko beim Bezahlsender Sky. 

Horner nach Pérez-Patzer: Nicht das, was wir uns im Moment leisten können

Als Entschuldigung könne man anfĂŒhren, dass PĂ©rez der erste Fahrer gewesen sei, der mit Slicks im Nassen rausgefahren war. Zudem sei er unglĂŒcklich mit den HinterrĂ€dern ins Nasse gekommen. 

«Er ist unter Druck. Das sieht man an seinen ganzen Gesten», befand Marko. Das helfe aber nicht, um aus dem Tief herauszukommen. «Niemand wird enttĂ€uschter sein als er selbst», sagte Teamchef Christian Horner: «Das ist natĂŒrlich nicht das, was wir uns im Moment leisten können.»

Anfang Juni hatte Red Bull den Vertrag mit dem mittlerweile 34 Jahre alten Fahrer aus Guadalajara bis Ende 2026 verlĂ€ngert. «Und seit er den Vertrag hat, hat es ein paar nicht so gute Rennen gegeben», meinte Marko. «NatĂŒrlich ist es auf Leistung ausgelegt und da ist keiner ausgenommen.» 

Was passiert beim Schwester-Team Racing Bulls?

Auch fĂŒr sie sei die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, in die die Ergebnisse beider Piloten einfließen, sehr wichtig, betonte Marko: «Weil die ganzen Boni, die an die Mitarbeiter ausgezahlt werden, von der Platzierung in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft abhĂ€ngen.» 

Personelle VerÀnderungen könnte es im Schwester-Team Racing Bull geben, was sich dann auf Red Bull auswirken könnte. Man werde in der Sommerpause im August die ganze Situation analysieren und nötige Schritte einleiten, meinte Marko. «Es ist die klare Feststellung von unseren Shareholdern gekommen, dass Racing Bulls ein Junior-Team ist.»

Medien hatten jĂŒngst berichtet, dass der 36 Jahre alte Daniel Ricciardo im kommenden Jahr den Platz von PĂ©rez womöglich ĂŒbernehmen könnte, um ein Cockpit fĂŒr den neuseelĂ€ndischen Nachwuchsmann Liam Lawson (22) neben dem Japaner Yiki Tsunoda (24) zu haben. Ob Lawson ein Kandidat fĂŒr den Platz neben Max Verstappen bei Red Bull wĂ€re, ist offen. 

 

@ dpa.de