Bora-PlĂ€ne fĂŒr 2024: KĂ€mna zum Giro, Tour-Sieg mit Roglic
10.01.2024 - 14:41:18Mit Lennard KĂ€mna als KapitĂ€n beim Giro d'Italia und Primoz Roglic fĂŒr den Gesamtsieg bei der Tour de France geht das deutsche Top-Team Bora-hansgrohe in die neue Radsport-Saison. Das Hauptziel ist der Triumph bei der Tour mit dem slowenischen Neuzugang. «Wir haben den Giro gewonnen, die Tour ist der nĂ€chste logische Schritt. Mit Primoz ist es ein perfektes Match. Er war bereits Zweiter, natĂŒrlich will er ganz nach oben», sagte Sportchef Rolf Aldag auf Mallorca.
Beim Giro bekommt KĂ€mna wie im Vorjahr seine Chance als Leader. «Die Top 5 sind mein Traum-Szenario. Ich will besser sein als im vergangenen Jahr», sagte der Bremer. Beim Giro 2023 war KĂ€mna auf Platz neun gefahren. FĂŒr den 27-JĂ€hrigen war es die erste groĂe Landesrundfahrt, die er auf Gesamtwertung gefahren ist. Auf dem Weg zum Giro wird KĂ€mna wie im Vorjahr Tirreno-Adriatico und die Tour of the Alps fahren. Als Edelhelfer bekommt er den kolumbianischen Kletterspezialisten Daniel Martinez an die Seite.
bora-hansgrohe ohne Sprinter zur Tour
Die Kern-Mannschaft fĂŒr die Tour steht ebenfalls schon fest. Roglic wird in den Bergen von Jai Hindley, Giro-Sieger 2022, Alexander Wlassow, Tour-FĂŒnfter 2022 und Martinez unterstĂŒtzt. In den flachen und hĂŒgeligen Etappen soll Nico Denz den 34 Jahre alten Slowenen aus allen Schwierigkeiten heraushalten. Einen Sprinter nimmt Bora-hansgrohe nicht mit zur Tour.
«Wir gehen mit einem AnfĂŒhrer in die Tour, das ist Primoz. Alles andere ergibt keinen Sinn», sagte Aldag. Vom 1. Mai an soll das Tour-Team alle Rennen und Trainingslager gemeinsam bestreiten und dann die zweimaligen Sieger Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar herausfordern. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Tour gewinnen», sagte Roglic. «Wir haben ein klares Ziel, auf das wir hinarbeiten. Jetzt liegt es an uns, den Plan auszufĂŒhren.»
Momentan zeige Vingegaard, Tour-Sieger von 2022 und 2023, laut Roglic kaum SchwÀchen. Aldag machte dennoch einen Unterschied aus. «Jonas und Tadej haben zweimal gewonnen, wir haben das noch nicht», sagte der 55-JÀhrige. «Was holt dich morgens aus dem Bett? Die Dinge, die du noch nicht erreicht hast. Wir sind immer noch ein wenig unter dem Radar, wir sind, warum auch immer, immer noch die Underdogs. Das wollen wir nutzen.»


