ATP, WTA

Prestigeerfolg im Rekord-Finale: Djokovic bereit fĂŒr US Open

21.08.2023 - 11:45:55 | dpa.de

Alcaraz gegen Djokovic, Nummer eins gegen Nummer zwei: Das Finale beim Masters in Cincinnati hĂ€lt allen Erwartungen stand und schafft es gar in die RekordbĂŒcher. Fortsetzung folgt in New York.

  • Novak Djokovic hĂ€lt nach dem Sieg die Rookwood Trophy. - Foto: Scott Stuart/ZUMA Press Wire/dpa
    Novak Djokovic hÀlt nach dem Sieg die Rookwood Trophy. - Foto: Scott Stuart/ZUMA Press Wire/dpa
  • Carlos Alcaraz in Aktion. - Foto: Aaron Doster/AP/dpa
    Carlos Alcaraz in Aktion. - Foto: Aaron Doster/AP/dpa
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Nach seinem Triumph gegen Carlos Alcaraz jubelte Novak Djokovic so, als habe er gerade sein nÀchstes Grand-Slam-Turnier gewonnen.

ZunĂ€chst ließ sich der 36-jĂ€hrige Serbe im Anschluss an den verwandelten Matchball auf den RĂŒcken fallen, danach zerriss er beim lauten Jubelschrei sein Tennis-Shirt. Szenen, die zeigten, wie viel Djokovic dieser Sieg bedeutete - auch wenn es nur das Finale von Cincinnati und nicht bei einem der vier grĂ¶ĂŸten Events war.

Doch fĂŒnf Wochen nach seiner bitteren Niederlage gegen Alcaraz im epischen FĂŒnf-Satz-Endspiel von Wimbledon wollte Djokovic diesen Titel unbedingt. 3:49 Stunden lang duellierten sich die aktuell besten Tennisspieler der Welt in einer hochklassigen Partie, dann hatte sich Djokovic nach Abwehr eines Matchballs mit 5:7, 7:6 (9:7), 7:6 (7:4) durchgesetzt und eine Woche vor Beginn der US Open in Flushing Meadows ein fettes Ausrufezeichen gesetzt.

95. Titel fĂŒr Novak Djokovic

«Das war eines der aufregendsten Matches, das ich je gespielt habe bei irgendeinem Turnier», sagte Djokovic nach dem lĂ€ngsten Drei-Satz-Finale seit Beginn der Aufzeichnungen durch die ATP im Jahr 1990. «Es hat sich angefĂŒhlt wie ein Grand Slam», sagte der Serbe, fĂŒr den es der 95. Titelgewinn war. Damit löste Djokovic Ivan Lendl in der Bestenliste auf Rang drei ab. «Es war eines der mental schwersten, emotionalsten und physischsten Matches, die ich je gespielt habe», sagte Djokovic, nachdem er seinen fĂŒnften Matchball genutzt hatte.

FĂŒr den Rekord-Grand-Slam-Champion, der bereits im Halbfinale gegen Alexander Zverev hart hatte kĂ€mpfen mĂŒssen, war es der erste Auftritt in den USA seit zwei Jahren. Zuvor hatte er wegen seiner fehlenden Impfung gegen das Coronavirus nicht einreisen und deshalb auch nicht an den US Open teilnehmen dĂŒrfen. Zudem war es sein erstes Turnier nach der bitteren Niederlage von Wimbledon.

Beim Rasen-Klassiker hatte Alcaraz den Serben in einem dramatischen FĂŒnf-Satz-Match entthront. Der Stachel der Niederlage saß danach tief bei Djokovic, dem damit auch die Chance genommen worden war, alle vier Grand-Slam-Turniere in einem Jahr zu gewinnen. Die Australian Open und die French Open hatte er zuvor bereits fĂŒr sich entschieden. «Ich hoffe und denke, dass wir noch ein paar Mal gegeneinander spielen», hatte Djokovic in London zur Auseinandersetzung mit Alcaraz gesagt.

Nach dem RĂŒcktritt von Roger Federer und der langen Verletzungspause von Rafael Nadal ist Alcaraz der neue Hauptrivale von Djokovic, wenn es um die großen Titel geht. Nach dem Finale von Wimbledon hatte Djokovic den 20 Jahre alten Spanier in den höchsten Tönen gelobt. «Die Leute sagen, dass sein Spiel aus bestimmten Elementen von Roger (Federer), Rafael (Nadal) und mir besteht. Ich stimme dem zu. Er hat das Beste aus allen drei Welten», hatte Djokovic gesagt. Diese einzigartige Mischung demonstrierte Alcaraz auch im Finale am Sonntag. Nur reichte sie dieses Mal bei Temperaturen von deutlich mehr als 30 Grad Celsius nicht zum Sieg.

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