Zverev schimpft, vergibt sieben MatchbÀlle - und siegt
08.10.2024 - 17:19:38French-Open-Finalist Alexander Zverev ist trotz heftiger Diskussionen mit dem Schiedsrichter und sieben vergebener MatchbÀlle beim Masters-1000-Turnier in Shanghai ins Achtelfinale eingezogen. Der Weltranglisten-Dritte setzte sich gegen den NiederlÀnder Tallon Griekspoor 7:6 (8:6), 2:6, 7:6 (7:5) durch. Nach 2:47 Stunden machte Zverev mit seinem achten Matchball das Weiterkommen perfekt und trotzte damit auch seinen Lungenproblemen. Er trifft nun auf den ehemaligen Top-Ten-Spieler David Goffin aus Belgien.
«Das war ein unglaubliches Match, er ist ein unglaublicher Spieler», sagte Zverev anerkennend. Angesprochen auf seinen körperlichen Zustand bemerkte er: «Ich bin glĂŒcklich, dass ich dagegenhalten konnte und in der Lage bin, drei SĂ€tze zu spielen. Mal schauen, wie es morgen aussieht.»
SchlÀger auf dem Boden
Mehrfach verstrickte sich Zverev in seinem Drittrundenmatch in Diskussionen mit dem schwedischen Schiedsrichter Mohamed Lahyani. Bei 4:5 im ersten Satz wurde Zverev wegen ZeitĂŒberschreitung ermahnt. Ein Spiel spĂ€ter lieferte sich der Hamburger eine heftige Meinungsverschiedenheit mit dem Unparteiischen, als er sich lautstark ĂŒber eine Entscheidung beschwerte. Lahyani lag allerdings richtig, dass der Ball zweimal aufgesprungen war.
Zverev warf seinen SchlĂ€ger auf den Boden und kassierte eine Verwarnung. Auch beim Seitenwechsel (5:6) war die deutsche Nummer eins noch in Rage und richtete klare Worte an den Schiedsrichter. «Ich habe das ganze Jahr schon kein GlĂŒck bei Schiedsrichter-Entscheidungen», meinte Zverev, rĂ€umte aber ein: «Jeder macht Fehler, das ist menschlich.»
Drama im finalen Tiebreak
Trotz der Aufregung rettete sich Zverev in den Tiebreak und nutzte seinen zweiten Satzball. Seine Diskussion setzte er auch in der Satzpause fort. Nach dem langen und umkÀmpften ersten Satz lag der Favorit im zweiten Abschnitt nach drei Aufschlagverlusten schnell 0:5 hinten und kassierte den Ausgleich gegen die Nummer 40 der Welt.
Im entscheidenden Durchgang schlug Zverev dann stark auf, lieà aber zugleich acht Breakchancen - vier davon als MatchbÀlle beim Stand von 6:5 - ungenutzt, weshalb er in den Tiebreak musste. Dort zog er davon und lag 6:2 in Front. Griekspoor aber machte es mit drei Punkten nacheinander nochmal spannend, ehe er einen Volley knapp ins Netz schlug.





