Team erreicht Gruppenphase - Struff und Doppel erfolgreich
03.02.2024 - 16:25:45Auch ohne Alexander Zverev haben sich die deutschen Tennis-Herren fĂŒr die Gruppenphase des Davis Cups qualifiziert und die Chance auf den ersten Titel in dem prestigetrĂ€chtigen Nationen-Wettbewerb seit 1993 gewahrt.
Dank des erfolgreichen Doppels Tim PĂŒtz und Kevin Krawietz sowie des Sieges von Jan-Lennard Struff am Samstag in TatabĂĄnya stand das Weiterkommen beim Spiel in Ungarn vorzeitig fest. Struff lieĂ mit dem ungefĂ€hrdeten 6:3, 6:2 gegen den ungarischen Ersatzspieler Mate Valkusz und dem Punkt zum 3:1 den deutschen Tross jubeln.Â
Zuvor sorgte das Doppel Tim PĂŒtz und Kevin Krawietz fĂŒr die beruhigende 2:1-FĂŒhrung. Zum Auftakt in die neue Saison des reformierten Davis Cups bewies das Team von KapitĂ€n Michael Kohlmann damit, dass es auch ohne den erkrankten Australian-Open-Halbfinalisten Zverev stark genug fĂŒr das erste Etappenziel ist.Â
«50:50»-Partien
Vom 10. bis 15. September spielt die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes in den Gruppenpartien nun um das Erreichen der Finalwoche. Allerdings soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur anders als 2022, als Hamburg Austragungsort war, in diesem Jahr keine Spiele in Deutschland geben.Â
Die AuswĂ€rtsaufgabe in Ungarn hatte das deutsche Team als Ă€uĂerst unangenehm eingestuft. Es seien «50:50»-Partien, kĂŒndigte Teamchef Michael Kohlmann an. Der Vorteil, in Zverev einen Top-Ten-Spieler in den eigenen Reihen zu haben, hatte sich mit dessen Absage am Mittwoch erledigt. Am Ende war es ein Erfolg des Teams: Struff, Krawietz/PĂŒtz und der am Freitag siegreiche Dominik Koepfer punkteten.Â
Enorm bedeutend war wieder einmal das Doppel, das sich als StĂ€rke des deutschen Teams bestĂ€tigte. Krawietz und PĂŒtz wurden darin mit dem 6:3, 7:6 (7:3) gegen Fabian Marozsan und Valkusz ihrer Favoritenrolle gerecht. Hellwach glĂ€nzte das Duo zu Beginn und trotzte im ausgeglichenen zweiten Satz Druck und Stimmung, als sie zweimal gegen den Satzverlust aufschlugen. Im Tiebreak blieben sie am Ende nervenstark.
Jetzt schon weiter als letzter Jahr
Struff hatte den Beginn des Doppels noch aus der ersten Reihe hinter der Bande angeschaut, ehe er sich fĂŒr seine Vorbereitung zurĂŒckzog. Die Ungarn schickten dann nicht ihren angeschlagenen Spitzenspieler Marozsan (Weltranglisten-57.), vor dem die Deutschen gehörigen Respekt geĂ€uĂert hatten, sondern Valkusz auf den Platz. Die Ausgangslage verĂ€nderte sich schlagartig: Valkusz (213.) gehörte noch nie zu den Top 200 der Welt, Struff ist die Nummer 24. Auch das drĂŒckte die klare Favoritenrolle des SauerlĂ€nders aus. Und der 33-JĂ€hrige lieĂ keine Zweifel an seinem Erfolg aufkommen.Â
Dass Struff sein Einzel am Freitag verloren hatte, spielte am Ende keine Rolle mehr. Viereinhalb Monate nach dem vermiedenen Abstieg in Mostar gegen Gastgeber Bosnien-Herzegowina vermieden die deutschen Tennis-Herren den nĂ€chsten RĂŒckschlag.Â
2023 hatten sie ihre Ambitionen in dem prestigetrĂ€chtigen Wettbewerb schon nach der ersten Runde aufgeben mĂŒssen. Vor einem Jahr hatte auch Zverev, damals allerdings gerade von seiner FuĂverletzung zurĂŒck, das Ausscheiden in Trier gegen die Schweiz nicht verhindern können.


