Fehler, Zverev

Zu viele leichte Fehler: Zverev verliert bei ATP-Finals

15.11.2023 - 23:12:19

Daniil Medwedew bleibt ein Angstgegner von Alexander Zverev. Bei den ATP-Finals kassiert er eine unnötige Niederlage. Nun muss er ums Halbfinale bangen.

Alexander Zverev hat den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale der ATP-Finals verpasst. Der Tennis-Olympiasieger verlor gegen den Russen Daniil Medwedew mit 6:7 (7:9), 4:6 und kassierte damit in Turin seine erste Niederlage.

In seinem Auftaktmatch hatte sich Zverev am Montag in drei SĂ€tzen gegen Wimbledonsieger Carlos Alcaraz aus Spanien durchgesetzt.

Medwedew steht nach seinem zweiten Sieg dagegen bereits im Halbfinale. Die Nummer drei der Welt verwandelte nach 1:45 Stunden ihren ersten Matchball. Zuvor hatte Alcaraz gegen den Russen Andrej Rubljow weitgehend mĂŒhelos mit 7:5, 6:2 gewonnen und damit seinen ersten Sieg bei den ATP-Finals ĂŒberhaupt gefeiert.

Die Entscheidung ĂŒber das Weiterkommen fĂ€llt nun am Freitag. Zverev hat den Einzug ins Halbfinale nicht mehr in der eigenen Hand. Nur wenn er gegen den bereits ausgeschiedenen Rubljow gewinnt und Medwedew gegen Alcaraz siegt, steht Zverev im Halbfinale. Ansonsten ist das Tennis-Jahr fĂŒr ihn vorbei.

Medwedew mit besserem Start in die Partie

Zverev und Medwedew standen sich im Pala Alpitour bereits zum 18. Mal gegenĂŒber. «Ich spiele gefĂŒhlt immer gegen ihn», hatte der Olympiasieger zuvor gesagt. Allein beim Jahresabschluss der acht besten Spieler der Saison war es der fĂŒnfte Vergleich. Vor zwei Jahren trafen Zverev und Medwedew in Turin gleich zweimal aufeinander. In der Gruppenphase gewann Medwedew in drei SĂ€tzen, im Finale setzte sich aber Zverev in zwei SĂ€tzen durch und holte sich zum zweiten Mal den Titel bei den ATP-Finals.

Dieses Mal erwischte Zverev einen schwachen Start und gab gleich sein erstes Aufschlagspiel ab. Die deutsche Nummer eins wirkte anfangs nicht ganz wach und leistete sich zu viele Fehler. Erst gegen Mitte des Satzes steigerte sich Zverev, war fortan aber voll da. Zverev spielte aggressiv, ging hÀufiger als sonst ans Netz und setzte Medwedew so immer wieder unter Druck.

Zverev kann zwei SatzbÀlle nicht nutzen

Im Tiebreak zog Zverev dann schnell auf 4:1 davon. Doch dann unterlief ihm ein ganz leichter Volleyfehler, der Medwedew zurĂŒck in den Satz brachte. Trotzdem erspielte sich Zverev zwei SatzbĂ€lle, die er aber nicht nutzen konnte. Stattdessen holte sich der Russe im ersten Versuch nach etwas mehr als einer Stunde den ersten Durchgang.

Auch im zweiten Satz waren sich Zverev und Medwedew ebenbĂŒrtig. Beim Stand von 4:4 vergab Zverev einen Breakball, in der entscheidenden Phase leistete er sich nun wieder ein paar Unkonzentriertheiten. Das nutzte Medwedew wie so oft eiskalt und holte sich im 18. Duell mit Zverev den 11. Sieg.

@ dpa.de