Coach, Tennis-Star

Coach verteidigt Tennis-Star Sinner: Kein Fehler

21.08.2024 - 08:39:49

Der Tennis-Weltranglistenerste wird im MĂ€rz zweimal positiv getestet. Sinner kommt glimpflich davon. Sein Trainer spricht ihn von jeder Schuld frei.

  • Jannik Sinner wird trotz Dopingbefundes nicht gesperrt. - Foto: Wally Nell/ZUMA Press Wire/dpa

    Wally Nell/ZUMA Press Wire/dpa

  • Nach zwei positiven Dopingtests: Darren Cahill verteidigt seinen SchĂŒtzling Jannik Sinner.  - Foto: Friso Gentsch/dpa

    Friso Gentsch/dpa

Jannik Sinner wird trotz Dopingbefundes nicht gesperrt. - Foto: Wally Nell/ZUMA Press Wire/dpaNach zwei positiven Dopingtests: Darren Cahill verteidigt seinen SchĂŒtzling Jannik Sinner.  - Foto: Friso Gentsch/dpa

Tennis-Coach Darren Cahill hat seinen SchĂŒtzling Jannik Sinner nach dem Bekanntwerden von zwei positiven Dopingtests verteidigt und jeglichen Vorsatz ausgeschlossen. «Er wĂŒrde nie etwas absichtlich tun. Er war in einer unglĂŒcklichen Situation», sagte Cahill in einem Interview des US-Senders ESPN. «Die Wahrheit ist heraus, kein Fehler oder FahrlĂ€ssigkeit, und hoffentlich kann er das hinter sich lassen.»

Der Weltranglistenerste Sinner war im MĂ€rz zweimal positiv auf das verbotene anabole Steroid Clostebol getestet wurde. Dennoch kommt der 23-JĂ€hrige um eine zweijĂ€hrige Dopingsperre herum, denn nach Angaben der verantwortlichen Tennis-Agentur Itia wurde der Italiener am vergangenen Donnerstag von einem unabhĂ€ngigen Gericht freigesprochen. Laut Itia hielten wissenschaftliche SachverstĂ€ndige Sinners ErklĂ€rung fĂŒr glaubwĂŒrdig, der diesjĂ€hrige Australian-Open-Champion habe das verbotene Mittel nicht vorsĂ€tzlich verwendet.

Sinner hatte in einem Statement erklĂ€rt, die Substanz sei ĂŒber die HĂ€nde seines Physiotherapeuten in seinen Körper gelangt. Demnach habe der Betreuer ein in Italien rezeptfreies Clostebol-haltiges Spray benutzt, um einen Schnitt an seinem Finger zu behandeln. Laut Itia habe der entsprechende Physiotherapeut das Spray zwischen dem 5. und 13. MĂ€rz angewendet, wo es zur unwissentlichen Kontamination kam.

Die positiven Proben waren am 10. MĂ€rz beim ATP-Masters-1000-Event in Indian Wells, wo Sinner das Halbfinale erreicht hatte, und acht Tage spĂ€ter außerhalb des Wettkampfes genommen worden. Danach wurde Sinner laut Itia jeweils vorlĂ€ufig suspendiert, legte dagegen aber erfolgreich Berufung ein und konnte so weiterspielen. «Der Grund, warum er nach der kurzen vorlĂ€ufigen Suspendierung weiterspielen konnte, ist, dass sie genau lokalisieren konnten, wo der Vorfall stattfand, und sie konnten erklĂ€ren, was mit dem Spray passiert ist», sagte Cahill. 

Stress nach positiven Tests fĂŒhrt zu Olympia-Aus

Laut Cahill hĂ€tte der Vorfall bei Sinner «körperlich und geistig zermĂŒrbt, er bekam eine MandelentzĂŒndung und verpasste die Olympischen Spiele», sagte der 58-jĂ€hrige Kanadier. «Wir sind nicht auf der Suche nach Kummer. Wir sind nur dankbar, dass es keine Sperre gibt.»

@ dpa.de