Französisches, Tennis-MÀrchen

Französisches Tennis-MÀrchen in Paris vorbei

05.06.2025 - 19:30:11

Iga Swiatek hat zuletzt in Paris immer gewonnen. Doch dieses Mal findet sie eine Gegnerin, die noch stÀrker ist - die Nummer eins der Welt. Auch das Tennis-MÀrchen einer Französin ist beendet.

  • Die Siegesserie von Iga Swiatek in Paris ist zu Ende. - Foto: Thibault Camus/AP/dpa

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  • Coco Gauff steht bei den French Open zum zweiten Mal im Finale. - Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa

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Die Siegesserie von Iga Swiatek in Paris ist zu Ende. - Foto: Thibault Camus/AP/dpaCoco Gauff steht bei den French Open zum zweiten Mal im Finale. - Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa

Die Weltranglisten-Zweite Coco Gauff hat das Tennis-MÀrchen der französischen Wildcard-Spielerin Lois Boisson beendet und bei den French Open zum zweiten Mal nach 2022 das Finale erreicht. Die 21 Jahre alte Amerikanerin setzte sich im Halbfinale gegen die ein Jahr Àltere Französin klar mit 6:1, 6:2 durch.

Im Endspiel am Samstag bekommt es Gauff mit der Weltranglisten-Ersten Aryna Sabalenka zu tun. Die 27-JĂ€hrige aus Belarus gewann in Paris ihr Halbfinale gegen Titelverteidigerin Iga Swiatek aus Polen mit 7:6 (7:1), 4:6, 6:0 und beendete damit Swiateks beeindruckende Siegesserie im Stade Roland Garros.

Die Polin hatte in den vergangenen drei Jahren den Titel in der französischen Hauptstadt gewonnen und insgesamt 26 Partien in Serie siegreich bestritten. FĂŒr Sabalenka ist es die erste Finalteilnahme im Stade Roland Garros.

Gauff in 69 Minuten durch

Boisson hatte bei den French Open als Nummer 361 der Welt fĂŒr Furore gesorgt und als erste Französin seit Marion Bartoli vor 14 Jahren das Halbfinale erreicht. Auf dem Weg dorthin hatte sie die Weltranglisten-Dritte Jessica Pegula und die Russin Mirra Andrejewa ausgeschaltet.

Gegen Gauff waren Boisson die Strapazen der vergangenen Tage aber deutlich anzumerken. Die Französin konnte nicht an ihr unbeschwertes und druckvolles Spiel aus den Runden zuvor anknĂŒpfen. Dennoch wurde sie nach der Partie von den Zuschauern mit Ovationen verabschiedet. Gauff bestimmte von Beginn an das Geschehen und benötigte lediglich 69 Minuten fĂŒr den Erfolg.

«Ich weiß, ihr hĂ€ttet es lieber gesehen, wenn sie gewonnen hĂ€tte», sagte Gauff mit einem LĂ€cheln. «Immer, wenn ihr ihren Namen gerufen habt, habe ich leise meinen Namen zu mir gesagt», erzĂ€hlte die Amerikanerin nach dem Sieg im Schnelldurchgang.

Packendes Match zwischen Sabalenka und Swiatek

Sabalenka musste fĂŒr ihr Weiterkommen deutlich hĂ€rter arbeiten. Die Nummer eins der Welt und Titelverteidigerin Swiatek begegneten sich rund zwei Stunden lang auf Augenhöhe. Sabalenka startete furios, dann kĂ€mpfte sich die Polin zurĂŒck, ehe sich die Nummer eins der Tennis-Welt doch den ersten Satz im Tiebreak holte. Im zweiten Durchgang steigerte sich Swiatek dann noch einmal und schaffte den Satzausgleich. Doch dann drehte Sabalenka plötzlich auf und spielte den perfekten dritten Satz. 

«Es fĂŒhlt sich unglaublich an. Aber der Job ist noch nicht erledigt. Ich muss noch ein Spiel gewinnen», sagte Sabalenka, die bislang drei Grand-Slam-Turniere gewonnen hat.

@ dpa.de