Novak Djokovic, China Open

Novak Djokovic gewinnt China Open in Peking und feiert 102. Turniersieg

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 15:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Novak Djokovic gewinnt in Peking seinen siebten Titel bei den China Open und feiert den 102. Turniersieg seiner Karriere. Im Finale gibt Alex de Minaur beim Stand von 6:7, 1:0 aus Sicht des Australiers verletzungsbedingt auf.

  • Novak Djokovic gewinnt das Finale in Peking. - Bild: Andy Wong/AP/dpa
    Novak Djokovic gewinnt das Finale in Peking. - Bild: Andy Wong/AP/dpa
  • Körperlich hat Djokovic weiter Probleme.  - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
    Körperlich hat Djokovic weiter Probleme. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
  • Helfer kümmern sich um einen Mann, der von einem Ball verletzt wurde, den der Russe Medwedew in die Zuschauerränge geschlagen hatte. - Bild: Andy Wong/AP/dpa
    Helfer kümmern sich um einen Mann, der von einem Ball verletzt wurde, den der Russe Medwedew in die Zuschauerränge geschlagen hatte. - Bild: Andy Wong/AP/dpa
  • Daniil Medwedew verlässt den Platz, nachdem er disqualifiziert wurde. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
    Daniil Medwedew verlässt den Platz, nachdem er disqualifiziert wurde. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
Novak Djokovic gewinnt das Finale in Peking. - Bild: Andy Wong/AP/dpa Körperlich hat Djokovic weiter Probleme.  - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa Helfer kümmern sich um einen Mann, der von einem Ball verletzt wurde, den der Russe Medwedew in die Zuschauerränge geschlagen hatte. - Bild: Andy Wong/AP/dpa Daniil Medwedew verlässt den Platz, nachdem er disqualifiziert wurde. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Novak Djokovic hat bei den China Open in Peking seinen siebten Titel gewonnen und mit dem 102. Turniersieg seiner Karriere einen weiteren Meilenstein erreicht.

Finale endet nach Aufgabe

Der 39 Jahre alte Serbe setzte sich im Endspiel gegen Alex de Minaur durch, nachdem der Australier beim Stand von 6:7 (3:7), 1:0 aus seiner Sicht wegen einer Verletzung aufgab.

Djokovic bleibt damit in Peking ungeschlagen. Er gewann dort sein 34. Match und baute seine besondere Siegesserie bei dem Turnier weiter aus.

Historischer Erfolg

Der 24-malige Grand-Slam-Sieger ist der erste männliche Tennisprofi seit Ken Rosewall 1977 in Hongkong, der nach Vollendung seines 39. Lebensjahres einen Titel auf der Profitour gewann.

„Das bedeutet mehr, als nur eine Trophäe zu gewinnen“, sagte Djokovic nach dem Erfolg.

Halbfinale nach Disqualifikation

Den Einzug ins Finale hatte Djokovic nach der Disqualifikation von Daniil Medwedew erreicht. Der Russe schlug gegen Ende des zweiten Satzes nach einem verlorenen Punkt einen Ball ins Publikum und traf damit einen Zuschauer im Gesicht.

Der Besucher musste wegen offensichtlicher Schmerzen von der Tribüne geführt werden. Djokovic wurde beim Stand von 7:5, 5:3, 15:15 zum Sieger erklärt.

Djokovic mit körperlichen Problemen

Auch während des Turniers zeigte Djokovic wiederholt körperliche Probleme. Nach langen Ballwechseln keuchte er, stützte sich auf seinen Schläger und schleppte sich teilweise beim Seitenwechsel zur Bank.

„Die Wahrheit ist, dass dieses Jahr für mich ein großer, großer Kampf war, mit einigen ganz bestimmten Problemen, mit denen ich zu kämpfen hatte“, sagte der Serbe bei einer Pressekonferenz. Genauere Angaben zu seinen gesundheitlichen Problemen machte er nicht.

„Es hat eher mit meiner Gesundheit zu tun. Ich möchte nicht verraten, was es genau ist, aber ich versuche, gemeinsam mit meinem Team der Sache auf den Grund zu gehen“, sagte Djokovic. Die meisten Spiele und Turniere seien in dieser Saison für ihn „körperlich ein echter, echter Kampf“ gewesen.

Erfolg mit historischem Gewicht

Djokovic’ siebter Titel bei den China Open ordnet sich in eine Karriere ein, die bereits durch 24 Grand-Slam-Siege und zahlreiche Tourrekorde geprägt ist. Mit dem 102. Turniererfolg baut der Serbe seine Ausnahmestellung im modernen Herrentennis weiter aus. Besonders bemerkenswert ist der Erfolg wegen seines Alters: Seit Ken Rosewall 1977 hatte kein männlicher Profi nach Vollendung des 39. Lebensjahres mehr einen Titel auf diesem Niveau gewonnen.

Sportlicher Wert und körperliche Grenzen

Der Turniersieg besitzt allerdings eine besondere sportliche Einordnung. Djokovic gewann das Finale nach Aufgabe und erreichte das Endspiel nach der Disqualifikation Daniil Medwedews; nur das Viertelfinale gegen Alexander Zverev beendete er regulär. Seine ungeschlagene Bilanz in Peking bleibt dennoch bestehen und zeigt, wie stark ihm die Bedingungen und die Turnierumgebung liegen.

Gleichzeitig begleitet die körperliche Belastbarkeit den weiteren Saisonverlauf als zentrales Thema. Djokovic beschreibt die Saison selbst als schwierigen Kampf und spricht von gesundheitlichen Problemen, ohne deren Ursache offenzulegen. Für Leser bedeutet das: Der Erfolg bestätigt seine Konkurrenzfähigkeit, sagt aber nur begrenzt voraus, ob er dieses Niveau über mehrere Turniere hinweg halten kann.

Bedeutung für die Tour

Der Sieg unterstreicht zudem den Generationenkonflikt im Spitzentennis. Während Djokovic weiterhin Titel gewinnt, gehören de Minaur, Zverev und andere jüngere Spieler zu einer Generation, die den Übergang an die Spitze gestalten soll. In Peking setzte sich jedoch Erfahrung durch – unterstützt von zwei vorzeitigen Matchenden, die den sportlichen Wert des Turnierlaufs differenziert einordnen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Unfassbarer Kontrollverlust: Djokovic nach Medwedew-Eklat im Finale“ (05.10.2026)

Der Bericht hebe hervor, Djokovic habe nach der Disqualifikation Medwedews im Finale gestanden und in Peking den 102. Turniersieg angestrebt. Anders als die dpa-Meldung konzentriere sich der Artikel auf den Balltreffer im Halbfinale und erwähne Djokovics eigene Erfahrung mit einer Disqualifikation bei den US Open 2020; der Ausgang des Finales sei zum Veröffentlichungszeitpunkt noch offen gewesen.

WEB.DE: „Medwedew schießt Fan ab und wird disqualifiziert – Djokovic nach Eklat im Finale“ (05.10.2026)

Der Artikel habe ebenfalls den Eklat um Medwedew und Djokovics Finaleinzug beschrieben. Er setze zusätzlich einen Schwerpunkt auf die körperliche Verfassung des Serben sowie auf dessen Rekordserie in Peking; der spätere Finalsieg und die Aufgabe de Minaurs seien darin noch nicht enthalten.

Beide Berichte bestätigten den ungewöhnlichen Halbfinalausgang und Djokovics ungeschlagene Serie, legten den Schwerpunkt jedoch auf das Geschehen vor dem Finale. Offen geblieben sei in ihnen, wie das Endspiel gegen de Minaur ausgehen werde.

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