US Open, International

Trotz SchlÀgerwurf: Zverev souverÀn im Achtelfinale

Veröffentlicht am: 06.09.2026 um 07:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach zwei FĂŒnf-Satz-Krimis zeigt Alexander Zverev bei den US Open die erste starke Leistung. Nur zeitweise kommt Frust bei ihm auf.

  • Alexander Zverev bejubelt den Achtelfinaleinzug.  - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
    Alexander Zverev bejubelt den Achtelfinaleinzug. - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
  • Den Ball im Blick - und auch den Titel? - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
    Den Ball im Blick - und auch den Titel? - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
  • Alexander Zverev in Jubelpose. - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
    Alexander Zverev in Jubelpose. - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
Alexander Zverev bejubelt den Achtelfinaleinzug.  - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa Den Ball im Blick - und auch den Titel? - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa Alexander Zverev in Jubelpose. - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa

Alexander Zverev hat bei den US Open das nĂ€chste krĂ€ftezehrende Mammutmatch vermieden und ist im Eiltempo ins Achtelfinale eingezogen. Der French-Open-Sieger gewann das Duell mit Alejandro Tabilo aus Chile mit 6:2, 7:6 (7:2), 6:2 und ĂŒberstand dabei auch zeitweilige Frustmomente. 

Im dritten Satz warf Zverev seinen SchlĂ€ger wĂŒtend an die Wand hinter der Grundlinie im Arthur Ashe Stadium - durfte aber dank einer stabilen Leistung nach 2:25 Stunden Spielzeit um 1.09 Uhr jubeln. FĂŒr die ersten beiden Siege beim Grand-Slam-Turniere in New York hatte Zverev insgesamt noch neuneinhalb Stunden gebraucht. Nun sparte der 29-JĂ€hrige wertvolle Energie fĂŒr das Achtelfinale gegen den an Nummer 21 gesetzten Italiener Luciano Darderi.

Chance auf Titel wÀchst: Weitere Top-Konkurrenten raus

FĂŒr Zverev war es der 16. Erfolg ĂŒber einen LinkshĂ€nder in Serie. Wenige Stunden vor dem Spiel hatte er sich auch mit seinem Bruder Mischa, ebenfalls LinkshĂ€nder, zur Vorbereitung eingeschlagen.

Die Chance auf den zweiten Grand-Slam-Titel wird fĂŒr den Sieger von Roland Garros dabei auch aufgrund der schwĂ€chelnden Konkurrenz immer grĂ¶ĂŸer. Am Samstag verabschiedeten sich sein amerikanischer Angstgegner Taylor Fritz und French-Open-Finalgegner Flavio Cobolli aus Italien als nĂ€chste TitelanwĂ€rter aus dem Turnier. Zuvor waren auch der an Nummer drei gesetzte FĂ©lix Auger-Aliassime aus Kanada und Novak Djokovic frĂŒh gescheitert. Zudem fehlt Jannik Sinner als Weltranglistenerster verletzt.

Rasanter Start fĂŒr Zverev

Da die Amerikanerin Iva Jovic fĂŒr ihren Drei-Satz-Sieg ĂŒber Alexandra Eala von den Philippinen zuvor mehr als drei Stunden gebraucht hatte, betrat Zverev erst um 22.35 Uhr den Platz. Die nĂ€chste lange Nachtschicht drohte. Seine beiden bisherigen Siege in diesem Turnier hatte er um 1.55 Uhr und 2.15 Uhr beendet.

Doch Zverev legte rasant los. Schon nach einer guten Viertelstunde und zwei Breaks hieß es 3:0, in nur 38 Minuten sicherte er sich den ersten Satz. Dabei machte der 1,98 Meter große Spieler kaum Fehler und konnte sich zudem auf seinen starken Aufschlag verlassen. Wenn er das erste Service ins Feld brachte, gewann er jeden Punkt.

Chilenische Fans feuern vergeblich an

Sein Gegner Tabilo wirkte im grĂ¶ĂŸten Tennisstadion der Welt hingegen komplett ĂŒberfordert. Der Weltranglisten-28. kam kaum ins Spiel, kassierte auch im zweiten Satz das schnelle Break zum 1:2. Einige Fans versuchten, von den oberen TribĂŒnenrĂ€ngen mit «Chi-Chi-Chi-Le-Le-Le, Viva Chile»-Rufen fĂŒr Stimmung zu sorgen.

Lange war die Partie jedoch zu einseitig, um große AtmosphĂ€re zu schaffen. Erste gegen Ende des zweiten Durchgangs fing Zverev an zu schwĂ€cheln, erlaubte sich einen Doppelfehler und gab direkt seinen Aufschlag ab. Es ging hin und her, Zverev wehrte zwei SatzbĂ€lle ab. Im Tie-Break leistete sich jedoch Außenseiter Tabilo zu viele Fehler und lag mit 0:2-SĂ€tzen hinten.

Genervt von eigenen Fehlern leistete sich Zverev in der Anfangsphase des dritten Durchgangs den SchlÀgerwurf als Aussetzer. Der Sieg geriet jedoch nie in Gefahr - spÀtestens nach dem Break zum 4:2 war die Gegenwehr Tabilos gebrochen. Als einziger mÀnnlicher Tennisspieler dieses Jahr stand Zverev damit bei jedem der vier Grand-Slam-Turniere mindestens im Achtelfinale - das Ziel in New York ist jedoch ein anderes.

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