Zverev verpasst Finale in Wien gegen de Minaur im Tiebreak
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 19:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDeutschlands Tennisprofis vor Saisonabschluss
- Zverev verlor in Wien gegen Alex de Minaur mit 4:6, 6:1 und 6:7.
- Carlos Alcaraz gewann sein Halbfinale gegen Daniil Medwedew in zwei Sätzen.
- Struff verpasste gegen Jiri Lehecka nach einem Matchball den Finaleinzug in Basel.
Zverev verliert Halbfinale in Wien im Tiebreak
Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Wien das Finale gegen Carlos Alcaraz verpasst. Der gebürtige Hamburger unterlag dem Australier Alex de Minaur im Halbfinale mit 4:6, 6:1 und 6:7 (4:7).
Damit kann Zverev seinen Status als künftige Nummer eins der Tenniswelt nicht mit dem Turniersieg krönen.
Zverev kritisiert die Bälle
Während der Partie beklagte sich der Deutsche wiederholt über die Bälle, die seiner Ansicht nach zu stark aufgingen. «Glaubst du, es ist normal, bei einem Tennisturnier mit diesen Bällen zu spielen?», fragte Zverev den Unparteiischen und hielt ihm die Filzkugel vors Gesicht.
Den ersten Satz verlor Zverev mit 4:6, danach glich er mit einem 6:1 aus. Im entscheidenden Durchgang setzte sich de Minaur im Tiebreak mit 7:4 durch.
Alcaraz erreicht das Wiener Finale
Carlos Alcaraz hatte zuvor Daniil Medwedew mit 6:4 und 7:6 geschlagen. Das geplante Traumfinale gegen Zverev kam damit nicht zustande.
Schon mit dem Viertelfinaleinzug hatte sich Zverev die Weltranglistenführung ab Montag gesichert. Als letzter deutscher Mann stand Boris Becker vor gut 35 Jahren an der Spitze; bei den Frauen gelang dies Steffi Graf und Angelique Kerber.
Struff scheitert nach Matchball in Basel
Beim zeitgleich ausgetragenen Turnier in Basel vergab Jan-Lennard Struff im zweiten Satz einen Matchball gegen Jiri Lehecka. Der 36 Jahre alte Warsteiner verlor schließlich mit 6:3, 5:7 und 4:6.
Lehecka trifft im Finale auf den Monegassen Valentin Vacherot. Struffs bislang einziger ATP-Titel stammt aus dem Jahr 2024, als er in München gewann.
Deutsches Team blickt auf Davis-Cup-Endrunde
Die deutschen Ergebnisse zum Saisonende machen Hoffnung auf die Davis-Cup-Endrunde. Im Viertelfinale trifft das DTB-Team am 26. November auf Großbritannien.
Das deutsche Tennis strebt den ersten Davis-Cup-Titel seit 1993 an. Neben Zverev und Struff sind in Bologna auch die Doppelspieler Kevin Krawietz und Tim Pütz dabei.
Alexander Zverev geht trotz des Halbfinal-Aus in Wien als künftige Nummer eins in die nächste Woche. Der Deutsche hatte sich den Spitzenplatz bereits mit dem Viertelfinaleinzug gesichert; für die Rangliste war der Turniersieg deshalb nicht mehr erforderlich.
Der Sprung an die Spitze markiert den vorläufigen Höhepunkt einer Saison, in der Zverev laut vorliegender Einordnung zwei Grand-Slam-Titel gewann. In der Geschichte der ATP-Rangliste ist er erst der 30. Spieler an der Spitze und nach Boris Becker der zweite deutsche Mann. Bei den Frauen führten Steffi Graf und Angelique Kerber das Ranking an.
Weltrangliste und Saisonziele
Das Halbfinale gegen Alex de Minaur zeigte zugleich die enge sportliche Konkurrenz an der Weltspitze. Zverev gewann nach verlorenem ersten Satz deutlich den zweiten, konnte den entscheidenden Durchgang aber nicht für sich entscheiden. Das Finale gegen Carlos Alcaraz bleibt damit aus.
Für das deutsche Tennis richtet sich der Blick nun auf die letzten Saisonaufgaben. Zverev und Jan-Lennard Struff gehören zu den prägenden Spielern im Davis-Cup-Team, das am 26. November im Viertelfinale auf Großbritannien trifft. Nach dem Halbfinal-Aus in Wien und Basel steht dabei weniger ein einzelnes Turnierergebnis als die Tiefe des Kaders im Mittelpunkt.
Davis Cup als nächster Prüfstein
Das deutsche Team will den ersten Davis-Cup-Titel seit 1993 gewinnen. Neben Zverev und Struff stehen in Bologna auch Kevin Krawietz und Tim Pütz für das Doppel bereit. Die Ergebnisse aus Wien und Basel erhöhen damit die Erwartungen, ersetzen aber nicht die besonderen Bedingungen eines Mannschaftswettbewerbs.
